Es steht seit 20 Jahren leer: Aktivisten belagern Wohnhaus in Göttingen

Aktion am Himmelfahrtstag in Göttingen: Aktivisten belagerten das seit vielen Jahren leerstehende Haus an der Gartenstraße. Foto: Rampfel

Göttingen. Ein offenbar seit mehr als 20 Jahren leerstehendes Haus in Göttingen wurde am Himmelfahrtstag von Dutzenden Menschen belagert.

Vor dem Haus an der Gartenstraße in der Innenstadt versammelten sich ab dem Vormittag zahlreiche Aktivisten, darunter auch Nachbarn.

Zunächst waren gegen 11 Uhr Unbekannte durch die Eingangstür in das Haus eingedrungen und hatten Transparrente an den Fenstern aufgehängt.

Als die Polizei eintraf, waren die Aktivisten bereits wieder verschwunden. Die Polizei sicherte den Eingangsbereich des Hauses. In lockerer Atmosphäre picknickten Demonstranten auf dem Gehweg und spielten Karten.

Kritik an Besitzern

Die Hauptkritik der Aktivisten richtet sich offenbar zum einen gegen die Besitzerin des Wohnhauses, die in Göttingen noch weitere leerstehende Häuser haben soll, aber auch gegen Politik und Stadtverwaltung. „Seit Monaten wird händeringend Wohnraum benötigt“, heißt es in einem Flugblatt. „Tausende von geflüchteten Menschen brauchen dringend eine Wohnung.“

Aber auch Familien mit Kindern und ältere Menschen suchten in Göttingen oft vergebens nach bezahlbaren Wohnungen. Die Forderung der Göttinger Aktivisten: „Leerstand zu Wohnraum statt Lagerhallen zu Massenunterkünften“. 

Aktivisten belagerten leerstehendes Haus in Göttingen

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