Wohnraum: Sozialdemokraten fordern DGB zum Handeln auf

Seit einer Woche besetzt: Das frühere DGB-Gebäude an der Oberen Maschstraße in Göttingen stand seit 2009 leer. Foto: Schlegel

Göttingen. Vor einer Woche hat eine Initiative das frühere DGB-Haus an der Oberen Maschstraße in Göttingen besetzt. Nun fordert die SPD den Gewerkschaftsbund zum Handeln auf.

„Göttingen benötigt dringend bezahlbaren Wohnraum für alle. Dieses ist aber nur zu schaffen, wenn freie Räume auch entsprechend genutzt werden können“, erklärt Insa Wiethaup, Sprecherin des Arbeitskreises Arbeit und Soziales der Göttinger SPD.

Das Beispiel des ehemaligen DGB-Hauses zeige, dass man leer stehende Büro- und Gewerbeimmobilien im Blick haben müsse. „Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, Leerstandsflächen zu Wohnzwecken umzuwandeln“, heißt es von der Göttinger SPD. Aus Sicht der Sozialdemokraten wäre es inakzeptabel, wenn sich die Eigentümer des Hauses der EAM an der Kassler Landstraße, des Hauses der Telekom an der Weender Landstraße und anderer Gewerbeimmobilien in Göttingen der Umwandlung zu Wohnzwecken verschließen würden.

„Wir erwarten, dass das ehemalige DGB-Haus kurzfristig zu Wohnzwecken umgebaut und jenen zur Verfügung gestellt wird, die in Göttingen verzweifelt Wohnraum suchen. Wir begrüßen dabei, dass der DGB Kreisverband Göttingen diese Position teilt,“ erklärt Christoph Lehmann, Vorsitzender des Göttinger SPD-Stadtverbandes. 

Verständnis für die Aktion der Initiative kommt auch von den Grünen und den Piraten im Göttinger Stadtrat sowie den Göttinger Linken. Alle fordern, dass leerstehende Gebäude zum Wohnen genutzt werden.

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