Detail-Planung liegt noch nicht vor

600 Wohnungen im künftigen Göttinger Europaquartier: Anwohner fordern zusätzliche Straßen

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Großprojekt: Mit elf Hektar Größe soll nördlich des Holtenser Berges Göttingens größtes Neubaugebiet entstehen. 

Auf dem Holtenser Berg in Göttingen soll ein neues Wohngebiet für mehr als tausend Einwohner entstehen. Anwohner fordern dafür zusätzliche Straßenanbindungen.

"Europaquartier" ist der offizielle Name für das Neubaugebiet, in dem voraussichtlich ab 2020 gebaut werden darf. Insgesamt sind bis zu 600 Wohnungen auf elf Hektar Fläche vorgesehen. Das entspricht einer Größe von etwa 15 Fußballfeldern.

Noch gibt es keine Detail-Planung für die Erschließung. Aber schon jetzt kommen von Anwohnern vom Holtenser Berg und aus Holtensen konkrete Forderungen beim Thema Verkehrsanbindung. Tenor: Eine Zufahrt über die Europaallee genügt nicht. 

Europaquartier Göttingen: Straßen sollen für Verkehr geöffnet werden

Stattdessen fordern sie beispielsweise, dass zusätzlich ein bestehende asphaltierte Straße zwischen dem Holtenser Berg und Holtensen für den Verkehr geöffnet wird. Aktuell wird der Weg von etwa 250 Fahrzeugen verbotenerweise täglich benutzt, wie Zählungen ergaben. Bislang darf die Straße nur von der Landwirtschaft, Kleingärtnern sowie vom Stadtbus genutzt werden. Eine weitere Forderung von mehreren Dutzend Anliegern: Auch die Straßenverbindung vom Holtenser Berg in Richtung Königsbühl muss für den Individualverkehr nutzbar sein.

Zuvor hatte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler vor mehr als 200 Zuhörern auf die Wichtigkeit des Projekts verwiesen: „Wir brauchen beim Wohnungsbau bezahlbaren Wohnraum, aber eben auch breite Vielfalt“, so Köhler, der erneut darauf hinwies, dass Göttingen in den kommenden zehn Jahren etwa 5000 bis 6000 neue Wohnungen benötigt. Und mit dem neuen Baugebiet auf dem Holtenser Berg kann etwa ein Zehntel davon realisiert werden, so Köhler.

Bei dem Projekt arbeitet die Stadt Göttingen mit der Klosterkammer und der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) zusammen. Die Fläche, die bebaut werden soll, gehört der Klosterkammer (6,2 Hektar), der NLG (4,3 Hektar) sowie der Stadt Göttingen (0,5 Hektar) und einem weiteren Eigentümer (0,2 Hektar).

Um für jeden Geldbeutel im künftigen Wohngebiet ein Angebot zu haben, sollen sowohl Mehrfamilien- als auch Reihenhäuser entstehen. Eine konkrete Aufteilung gibt es bislang noch nicht. Mögliche Ideen dafür sollen bei weiteren Versammlungen vorgestellt werden.  

Hier soll das Europaquartier entstehen:

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