30 Wohnungen für 180 Flüchtlinge auf den Zietenterrassen

Hier soll das Flüchtlings-Wohnheim auf den Zietenterrassen entstehen: Die Stadt Göttingen will es auf einem Teilstück des ehemaligen Exerzierplatzes errichten. Allerdings ist das Gelände für Erweiterung der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) vorgesehen. Archivfoto: Rampfel

Göttingen. Bis zu 180 Bewohner sollen im künftigen Flüchtlings-Wohnheim auf den Zietenterrassen in Göttingen unterkommen. Bereits im Sommer soll der Neubau bezugsfertig sein.

Die Stadt Göttingen will die Pläne bei einer öffentlichen Sondersitzung des Sozialausschusses am Dienstag, 27. Januar, vorstellen. Beginn ist um 18 Uhr im ASC-Sportzentrum, August-Schütte-Platz 1.

Zur Unterbringung eines Teils von zugewiesenen Flüchtlingen will die Stadt Göttingen für fünf Jahren auf einem stadteigenen Grundstück an der Hannah-Vogt-Straße die Flüchtlingsunterkunft in Modulbauweise errichten. Zu der öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung werden auch des Ortsrates Geismar erwartet.

Weitere Veranstaltungen

Weitere öffentliche Veranstaltungen soll es laut Stadtverwaltung geben, sobald sich das Projekt weiter konkretisiert – zum Beispiel in der Frage der Trägerschaft für die Einrichtung, Diese soll ausgeschrieben werden. Bei der Veranstaltung in der kommenden Woche werden zunächst die dreigeschossigen, L-förmig angeordneten Gebäude vorgestellt, in denen 30 Wohnungen mit je drei Zimmern, Küche, Bad und Flur für jeweils sechs Personen entstehen werden. Hinzu kommen drei Gemeinschaftsbereiche für Hausmeister, Sozialarbeit, Kinderbetreuung und Sicherheitsdienst.

Die Wohnanlage mit einer vorgelagerten Erschließung über Treppen und Laubengänge erhält eine gedämmte Putzfassade und wird sich in die benachbarte Bebauung angemessen einfügen, verspricht die Verwaltung. Ein Teil der Wohnungen wird barrierefrei und behindertengerecht ausgestattet sein.

Die kompletten Investitionskosten für die Gemeinschaftsunterkunft, die möglichst Anfang August bezugsfertig sein soll, belaufen sich laut Stadtverwaltung voraussichtlich auf knapp 4,5 Millionen Euro. Mit dem ASC Göttingen und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst habe die Stadt ihre Baupläne abgestimmt, heißt es aus dem Rathaus.

„Wir brauchen die Unterstützung, wie wir sie beispielsweise vom ASC bekommen werden“, sagt Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Dabei geht es insbesondere um die ehrenamtliche Mitarbeit bei der Betreuung von Flüchtlingen. Angesichts von mindestens 500 weiteren Flüchtlingen, die der Stadt in diesem Jahr zugewiesen würden, brauche man den Standort auf den Zietenterrassen – neben anderen Standorten im Stadtgebiet.

Köhler: „Ein ohnehin angespannter Wohnungsmarkt, deutlich mehr Studierende als in den Vorjahren und zusätzlich eine steigende Zahl von Flüchtlingen - da müssen wir jede Möglichkeit nutzen, um den betroffenen Menschen zu helfen.“ (bsc)

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