Unternehmen verspricht schnelle Überprüfung

Wohnungen in Grone: Systemfehler führte zu falschen Abrechnungen

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Das Wohngebiet rund um die St.-Heinrich-Straße im Göttinger Ortsteil Grone: In diesem Bereich hat die Adler Real Estate AG zahlreiche Wohnungen.

Göttingen. Die Adler Real Estate AG, der mehr als 1000 Wohnungen im Göttinger Ortsteil Grone gehören, will die Nebenkostenabrechnungen für 2016 überprüfen. Bei zahlreichen Mietern waren Vorauszahlungen nicht berücksichtigt worden – ein Computerfehler.

Das Problem: Adler hatte auf ein neues Abrechnungssystem umgestellt. „Durch einen systemseitigen Fehler“ seien Zahlungen, die geleistet wurden, nicht in die Abrechnung eingeflossen, räumte Sven-Christian Frank vom Vorstand der Adler Real Estate am Donnerstag ein und bedauerte den Vorfall. „Das ist keine Bösartigkeit“, sagte der Firmenvertreter. Er verspricht, dass nun alle Nebenkostenabrechnungen aus Grone überprüft und gegebenenfalls geändert werden sollen. Das Geld solle so schnell wie möglich zurücküberwiesen werden.

Konkret geht es in den Fällen um Nebenkosten für „sonstige Umlage/Wasser“. Bei 45 Euro Umlage im Monat kommt ein Fehlbetrag von 540 Euro im Jahr zusammen. Dieser wurde dann offenbar in zahlreichen Fällen sofort abgebucht.

In den Fall hatte sich auch Grones Ortsratsmitglied Hendrik Falkenberg (Wählergemeinschaft Göttinger Linke) eingeschaltet. Er hatte die Zentrale von Adler Real Estate in Berlin und die zuständige Niederlassung in Helmstedt angeschrieben: „Viele Ihrer Mieter vertrauen Ihnen und überprüfen Ihre Abrechnung nicht so ausgiebig, manche verstehen diese Abrechnung ohne fremde Hilfe nicht, manche trauen sich nicht, zu wi-dersprechen. Wenn offensichtlich ein systematischer Fehler in der Abrechnungsmethode zugrunde liegt, korrigiert ein seriöses Unternehmen dieses eigenständig und informiert die Mieterinnen und Mieter.“

Bereits vor einigen Wochen gab es einen Diskussionsabend in Grone zu Adler Real Estate. Der Grund: Adler will in die Modernisierung investieren. Das wird voraussichtlich zu steigenden Mieten, die in der Regel derzeit noch bei 5,50 Euro pro Quadratmeter liegen, führen. Außerdem will Adler 200 neue Wohnungen schaffen. Um dies zu erreichen, soll an verschiedenen Stellen in Grone jeweils ein weiteres Stockwerk auf bestehende Drei- bis Vier-Stockwerke-Mehrfamilienhäuser draufgesattelt werden.

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