Bilanz von Unterstützungsaktion

Wohnungsnot in Göttingen: 78 Erstsemester zogen ins Hotel

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Übernachtung im Hotel am Maschmühlenweg: Fast 80 Studenten nutzten die Möglichkeit zu Semesterstart.

Göttingen. Das Thema Wohnungsnot ist weiterhin ein Riesenthema für die Studenten in Göttingen: 78 Erstsemester ohne Wohnung zogen in diesem Herbst mit Unterstützung des Studentenwerks in ein Hotel.

Genau 1283 Übernachtungen hat das Studentenwerk gezählt, heißt es in einer Bilanz.

Vom 4. Oktober bis Ende November konnten die Nachwuchs-Akademiker zu besonders günstigen Konditionen von fünf Euro pro Nacht in Doppelzimmern im B & B-Hotel am Maschmühlenweg übernachten. 33 Studentinnen und 45 Studenten nutzten das subventionierte Angebot. Es standen Zimmer mit jeweils zwei Einzelbetten zur Verfügung – in weniger als fünf Gehminuten Entfernung zum Zentralcampus.

Knapp 34.000 Studierende

Zu Beginn des aktuellen Wintersemesters waren an der Universität, der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst sowie an der Privaten Hochschule (PFH) insgesamt knapp 34.000 Studierende in Göttingen eingeschrieben und somit berechtigt, die Unterstützung des Studentenwerks in Anspruch zu nehmen. Bereits im vierten Jahr in Folge wurden Studienanfängern geholfen, die keine Wohnung gefunden hatten.

Die jährlich erhöhten Zimmerkontingente werden stark nachgefragt. Die Anzahl der Übernachtungen stieg von von 687 im Jahr 2015 auf aktuell 1283 an.

Ab Anfang Oktober standen 15 Doppelzimmer für 30 Studierende zur Verfügung. Mit der Orientierungs-Phase wurde dieses Kontingent nochmals um fünf Doppelzimmer erweitert. Im November ging die Nachfrage deutlich zurück: Es standen noch fünf Doppelzimmer zur Verfügung.

Chef des Studentenwerks: Prof. Dr. Jörg Magull

„Wir freuen uns auch dieses Jahr darüber, viele Studienanfänger unkompliziert unterstützt zu haben“, sagt Studentenwerk-Geschäftsführer Prof. Dr. Jörg Magull.

Gerade mit Blick auf die generell schwierige Wohnraumsituation habe sich gezeigt, dass das Studentenwerk in der wichtigen Phase des Studienbeginns vielen Nachwuchs-Akademikern einen „etwas angenehmeren Start“ ins Studium bieten konnte. Magull dankte den Mitarbeiterinnen im Servicebüro Studentisches Wohnen und dem Hotel für die gute Zusammenarbeit. 

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