Wrack erzählt Fahranfängern seine Unfall-Geschichte

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Aktion am Wrack: Zusammen mit Peter Hüttenmeister von der Verkehrswacht und Jacqueline Emmermann von der Polizeiinspektion Göttingen (von links) führte Verkehrssicherheitsberater Jörg Arnecke an einem Autowrack persönliche Gespräche mit jungen Fahranfängern.

Göttingen. „Unterricht auf die harte Tour“ hieß es am Wochenende auf dem Parkplatz eines Schnell-Restaurants an der Kasseler Landstraße, wo Fahranfängern an einem Autowrack die Gefahren vor Augen geführt wurden, die im Straßennverkehr drohen.

„Dieses Wrack erzählt eine tragische Geschichte“, sagt Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, der die Aktion anlässlich des 11. bundesweiten Verkehrssicherheitstages veranstaltete Präventionsaktion zusammen mit seiner Kollegin Jacqueline Emmermann und Peter Hüttenmeister von der Verkehrswacht Göttingen organisierte.

In dem völlig zerstörten Kleinwagen seien ein 18-Jähriger und sein 17-jährige Beifahrerin bei Hildesheim auf regennasser Fahrbahn in einer leichten Linkskurve in den Gegenverkehr geraten und mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen. Die Schreckensbilanz dieses Unfalls: Fahrer und Beifahrerin des Kleinwagens tot, ein Schwerverletzter und zwei Leichtverletzte im entgegenkommenden Auto. „Und die Ursache war wie in den meisten Fällen nicht angepasste Geschwindigkeit“, sagte Arnecke.

„Junge Fahranfänger sind wiederholt in schwere Verkehrsunfälle involviert, hauptsächlich am Wochenende“, sagt der Verkehrssicherheitsberater. Sie gelten als Risikogruppe, ohne sich selbst als solche wahrzunehmen. Unfallursachen seinen neben überhöhter Geschwindigkeit, die sich natürlich nachteilig auf die Unfallfolgen auswirkten, unter anderem Alkohol- und Drogenkonsum.

Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, sollten bei der Präventionsaktion vor allem junge Fahranfänger gezielt für die Unfallgefahren, die sich aus Alkohol- und Drogenkonsum, überhöhter Geschwindigkeit und Ablenkung durch Smartphones ergeben, sensibilisiert werden. „Wir wollten die Zielgruppe dort treffen, wo sie sich erfahrungsgemäß gern und häufig aufhält“, so Arnecke.

Neben dem persönlichen Gespräch am Autowrack gab es für die Jugendlichen unter anderem themenbezogene Flyer sowie die Möglichkeit, mit „Rauschbrillen“ übermäßigen Alkoholeinfluss zu simulieren. „Und ich denke, wir konnten dem einen oder anderen Fahranfänger schon einen Denkanstoß geben“, meint Arnecke. 

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