Uni würdigt mit Medaille das Engagement von Andreas Büchting

Der Achte, der die Uni-Medaille erhält: Dr. Andreas J. Büchting von der KWS Saat SE aus Einbeck wurde von Universität-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel geehrt. Foto: PUG/Heller/nh

Göttingen. Dr. Andreas J. Büchting hat die Medaille „Aureus Gottingensis“ der Universität Göttingen erhalten. Bisher wurden seit 1965 acht Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Uni besonders verdient gemacht haben.

Die Ehrung für Büchting, der sich von 2012 bis 2015 auch im Stiftungsrat der Universität engagiert hat, fand im Rahmen des Jahresempfangs der Universität am Dienstagabend in der Aula am Wilhelmsplatz vor gut 200 geladenen Gästen statt.

Büchting, Aufsichtsratsvorsitzender der KWS Saat SE, habe sich in den vergangenen Jahren mit seinem umfassenden natur- und wirtschaftswissenschafltliche Wissen in die Gremienarbeit der Universität eingebracht, sagte Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel in ihrer kurzen mit einem herzlichen Dank verbundenen Laudatio. „Er hat sich stets für eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und Ausbildung eingesetzt.“ Ein Feld, auf das auch Beisiegel den Fokus richtet.

Andreas Büchting, habe die Entwicklung der Uni mit geprägt. Zudem fördert der Familienunternehmer aus Einbeck verschiedene Uni-Projekte wie die Deutschlandstipendien und den Studenten-Wettbewerb „Kreativität im Studium“.

Persönlich kreativ und wortgewandt zeigte sich der Geehrte dann persönlich in seiner nur sechsminütigen, aber mit rhetorischen Feinheiten gespickten Rede. Dabei wurde auch deutlich, dass Andreas Büchting stets mehr als ein Mäzen und Förderer ist – sondern auch ein kritischer Begleiter.

Mit Zitaten aus dem Brecht-Gedicht „An die Nachgeborenen“ leitete Büchting seine Rede ein. Er wolle sich damit aber nicht erhöhen, wie es die Göttinger gelegentlich den freischaffenden Künstlern unterstellen“, sagte er in Anspielung auf die Diskussion um das neue – auch von ihm unterstützte – Denkmal für die Göttinger Sieben der Künstlerin Christiane Möbus am Bahnhof.

Auch schickte Büchting einen Appell für ein weniger egoistisches und mehr gemeinschaftliches Denken und Handeln innerhalb der Universität ins Publikum: Die guten Köpfe, die in Göttingen lehren und forschen, sollten ihre Stellung, Ehre und ihr Wissen auch zur Ehre der Universität, der Alma Mater, einsetzen. Das könne aber nur mit einem Teamdenken und einer Kommunikation auf Augenhöhe gelingen, sagte Andreas Büchting, der sich den „Göttingen Spirit“ in noch mehr Köpfen wünschte.

Für die klaren Worte gab es viel Beifall – ein paar Gäste blickten aber auch in Richtung Fußboden.

Von Thomas Kopietz

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