Göttingen

XXL-Schnellzüge halten in Göttingen: Neue ICE fahren in die Schweiz – Tempo-Plus ab August

Ein ICE hält an einem Bahnsteig, im Hintergrund stehen Leute am Bahnsteig
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Besonders lange XXL ICE stoppen ab sofort am Bahnhof in Göttingen. Sie bieten Platz für mehr als 900 Reisende. (Symbolbild)

Die Deutsche Bahn stockt ihre Fahrzeugflotte auf: Die neuen Schnellzüge sind größer und schneller. Die XXL-ICEs sollen bald auch über Göttingen fahren.

Göttingen – Die Deutsche Bahn erweitert ihr Sitzplatz-Angebot im Fernverkehr in Südniedersachsen: Ab sofort stoppen in Göttingen die neuen XXL-ICE-Schnellzüge des Unternehmens.

Sie bieten deutlich mehr Kapazität und werden via Göttingen zunächst auf der Verbindung zwischen Hamburg, Frankfurt und der Schweiz eingesetzt. Ein „normaler“ ICE 4 bietet etwa 830 Sitzplätze. Der neue und extra lange Schnellzug besteht aus 13 Teilen, hat mehr als 900 Sitzplätze und bietet damit eine so große Kapazität wie fünf Mittelstreckenflugzeuge, sagt die Bahn.

XXL-ICEs in Göttingen: Verspätungen ausgleichen

Außerdem verfügt der Zug über eine Leistung von 15 640 Pferdestärken und kann mit Höchsttempo 265 fahren, also 15 km/h schneller als die bisherigen ICE 4. Ab August sollen die XXL-ICE Tempo machen und so beispielsweise Verspätungen wieder einholen können.

Auch auf der Relation Hamburg-Dortmund-Köln-Frankfurt-Stuttgart-München fahren die 374 Meter langen Züge, von denen die Bahn 50 Exemplare geordert hat.

XXL-ICEs in Göttingen: Vorerst noch auf Altbaustrecke

Allerdings werden die Renner in Südniedersachsen und Nordhessen zunächst bis Mitte Juli kräftig ausgebremst. So lange läuft die Sanierung der Neubaustrecke zwischen Göttingen und Kassel.

Deshalb müssen die ICE noch etwa einen Monat auf die Altbausstrecke ausweichen und benötigen bis 16. Juli statt der üblichen 20 Minuten eine knappe Stunde bis in die nordhessische Metropole.

Ab Samstag, 17. Juli, sind auch wieder die etwas langsameren InterCity-Züge auf ihrem gesamten Laufweg am Start. Dadurch besteht sonntags bis freitags einmal und samstags zweimal am Tag eine Direktverbindung nach Sylt. Diese Reisemöglichkeit ist bei vielen Bahnkunden beliebt.

XXL-ICEs in Göttingen: Erstmal kein FlixTrain in Göttingen und Kassel

Mit der weitgehenden Aufhebung von internationalen Corona-Reisebeschränkungen bietet die Deutsche Bahn inzwischen wieder den grenzüberschreitenden Verkehr in die europäischen Nachbarländer in vollem Umfang an.

Mit dem Ausbau des Fernverkehrsangebots, der Fahrzeugflotte und der Ausweitung der digitalen Services will das Unternehmen nach und nach mehr Menschen für die Bahn gewinnen. Ziel der Bemühungen ist ein Deutschlandtakt, der alle Großstädte mit halbstündlichen Fernverkehrszügen verknüpft.

Enttäuschend für Bahnkunden aus der Region ist der Neustart des Fernzugangebotes von FlixTrain. Die grünen Züge des privaten Anbieters fahren zunächst nicht über Göttingen und Kassel-Wilhelmshöhe. (Bernd Schlegel)

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