Forderung nach offener Diskussion

XXXL-Möbelmarkt: Duderstadts Bürgermeister Nolte warnt vor Verdrängungseffekt

Das sollen die beiden Möbelhäuser hin: Westlich der Autobahn 7 will der Göttinger Investor Hans-Rudolf Kurth die Möbelgiganten XXXL und Poco ansiedeln. Rechts der Kaufpark, Eigentümer ist ebenfalls die Kurth-Immobilien. Luftbild: Rampfel/nh

Duderstadt/Göttingen. Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) äußert erneut Bedenken gegen das von der Stadt Göttingen geplante Möbelhausprojekt XXXL und fordert eine gemeinsame Beratung.

Denn für Wolfgang Nolte, wie auch die Kollegen der Mittelzentren Northeim, Einbeck, Osterode und Hann. Münden, würde die Ansiedlung der zwei Möbelkaufhäuser XXXL und Poco einen „Verdrängungswettbewerb“ heraufbeschwören. Betroffen sein könnten dann auch Möbelhäuser und Geschäfte in den besagten Städten.

Kritisch gegenüber XXXL-Projekt: Wolfgang Nolte.  

Wolfgang Nolte fordert deshalb – wie in einem Schreiben vom 23. Juli 2015 – im Rahmen einer interkommunalen Abstimmung jenseits aller Gemeindegrenzen hinweg eine offene Diskussion „über den Verdrängungswettbewerb als auch über die Möglichkeiten einer vertraglichen Gestaltung neuer Einzelhandelsstrukturen. „Denn letztlich wird ein gemeinsames Ziel verfolgt: Die zeitgemäße und dennoch verträgliche Weiterentwicklung des Handels für eine starke Gesamtregion.“

Nolte bittet auch darum, dass die Stadt Duderstadt über weitere Entwicklungen aus Göttingen informiert wird.

Aus Northeim war über Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser schon vor einem Jahr eine Drohgebärde nach Göttingen geschwappt: Die Stadt Northeim wolle notfalls gegen das Projekt in Göttingen klagen. Tannhäuser befürchtet durch die Möbelhäuser mit innenstadtrelevanten Sortimenten auch Auswirkungen auf die Northeimer Innenstadt.

Zuletzt gab es wiederholt scharfe Kritik von den ansässigen Möbelhändlern am Plan der Stadt, das Einzelhandelskonzept Göttingen, das vor allem die Innenstadthändler schützen soll, zu ändern und die vorgeschriebenen Grenzen für innenstadtrelevante Flächen der neuen Möbelhäuser zu verändern“. Axel Schwill, Geschäftsführer von Bono hatte betont, dass Göttingen keinen Ergänzungsbeschluss zum Einzelhandelskonzept brauche.

Die Stadt schlägt 3300 Quadratmeter vor. Die SPD hatte sich im April für eine Reduzierung auf 1950 Quadratmeter ausgesprochen. Die Göttinger Händlergemeinschaft Pro City fordert den Erhalt der Grenzmarke 800 Quadratmeter.

Die zwei Möbelmärkte sollen nun maximal eine Verkaufsfläche von zusammen 25.000 Quadratmetern haben. Das empfahl jüngst der Bauausschuss. SPD und Bündnis 90/Die Grünen hatten diesen Vorschlag eingebracht, dem sich schließlich CDU sowie Linke und Piraten anschlossen. 

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