Tierrettung

Yvonne Rickmann aus Göttingen kümmert sich um 47 Eichhörnchen

Auf dem Weg der Besserung: Die jungen Eichhörnchen fühlen sich sichtlich wohl in Yvonne Rickmanns Aufzuchtstation.
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Auf dem Weg der Besserung: Die jungen Eichhörnchen fühlen sich sichtlich wohl in Yvonne Rickmanns Aufzuchtstation.

Auch in diesem Jahr hatte die Göttingerin Yvonne Rickmann wieder alle Hände voll zu tun: 47 verletzte oder verwaiste Eichhörnchen wurden in ihrer Aufzuchtstation abgegeben.

  • Eichhörnchen gerettet: Göttinger Aufzuchtstation hilft Tieren in Not
  • Tiere werden wieder ausgewildert
  • Eichhörnchenjunge sind keine Einzelgänger

Göttingen – Sie kuscheln gerne, brauchen jemanden zum Spielen und viel Wärme. Die Rede ist von jungen Eichhörnchen. 47 dieser putzigen Tierchen wurden in diesem Jahr bisher in der Göttinger Aufzuchtstation von Yvonne Rickmann abgegeben – entweder verwaist oder verletzt.

Eichhörnchen gerettet: 27 Tiere in Göttingen erfolgreich aufgezogen

27 von ihnen konnten von der engagierten Tierschützerin erfolgreich aufgezogen und wieder ausgewildert werden, teilt Yvonne Rickmann mit. Zwölf hätten es leider nicht geschafft. Sie starben an inneren Verletzungen oder Viruserkrankungen, die nicht in den Griff zu bekommen waren.

Die Übrigen wurden von Yvonne Rickmann an andere Stationen weitervermittelt, weil sie einzeln zu ihr kamen und mehrere Tage allein leben mussten. „Eichhörnchen brauchen Gesellschaft zum Spielen, Kuscheln und voneinander lernen“, erklärt Rickmann.

Eichhörnchen gerettet: „Würstchen“ auf dem Weg der Besserung

Ganz besonders zu Herzen seien ihr die Schicksale zweier Eichhörnchen gegangen: Da war zum einen „Würstchen“ alias Maya. Das Eichhörnchenjunge landete statt des bestellten Würstchens auf einem Restauranttisch. Daher erhielt es seinen ungewöhnlichen Namen. Es hatte eine Schädelfraktur und eine Nekrose. Mittlerweile aber befinde sich „Würstchen“ kuriert auf dem Weg in die Freiheit und Yvonne Rickmann kann einen weiteren Erfolg verbuchen.

Brauchen Wärme und einen Freund zum Kuscheln: Zwei junge, schlafende Eichhörnchen.

Auch das junge Eichhörnchen „Catweazle“ sei ein schwieriger Fall gewesen: Es hatte seine Mutter verloren und irrte tagelang alleine umher. Voller Fliegeneier im Pelz kam Catweazle in der Aufzuchtstation an. Nach zwei Stunden Eier absammeln, damit auf dem Tier keine Maden schlüpfen, durfte es endlich seine erste Aufzuchtsmilch genießen. Damit war der Leidensweg des Eichhörnchenjungen aber noch nicht vorbei: Es folgten eine Lungenentzündung, Gelenksentzündung und neurologische Störungen. Weil er in der Station von Yvonne Rickmann zu diesem Zeitpunkt allein wohnte, zog Catweazle weiter in die Eichhörnchenstation von Marina Cöster im Solling. Dort habe er sich zu einem gesunden und lebensfrohen Eichhörnchen entwickelt.

Eichhörnchen gerettet: Kalender mit putzigen Tierfotos

Um die Öffentlichkeit an ihrer Arbeit teilhaben zu lassen hat Yvonne Rickmann eine Facebook-Seite für die Eichhörnchenstation eingerichtet, die unter zu.hna.de/eichgoe1020 zu finden ist. Hierüber kann auch Kontakt zu der Eichhörnchenfreundin aufgenommen werden.

Wer ihre Arbeit unterstützen möchte, kann einen Eichhörnchenkalender mit vielen Fotos ihrer Schützlinge bei Yvonne Rickmann bestellen: Die Kalender kosten 20 Euro pro Stück, sie können verschickt oder auch abgeholt werden. Der Erlös geht zur Hälfte in die Futterkasse ihrer Pflegestation, die andere Hälfte spendet sie an die Auffangstation Sollinger Inselhörnchen mit der Yvonne Rickmann zusammenarbeitet.  (hbk)

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