Zehn Lkw kontrolliert – zehn beanstandet

Polizei stellte bei Kontrollaktion von Lkw in Göttingen zahlreiche Verstöße fest

Mehrere Tonnen und Kanister stehen im Innern eines Lastwagen-Anhängers.
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Heizöl beziehungsweise Diesel, also Gefahrgut, wurde in diesen Fässern und Kanistern transportiert.

Zehn Lastwagen kontrollierte die Autobahnpolizei Göttingen am Freitag in Göttingen. Bei allen Fahrzeugen gab es zum Teil erhebliche Verstöße.

Göttingen – Die Ermittler leiteten zwölf Ermittlungsverfahren gegen Fahrer und Unternehmer ein. Dabei geht es vor allem um Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten, aber auch technische Mängel sowie gefahrgutrechtliche sowie gefahrstoffrechtliche Übertretungen wurden festgesellt.

So verlor nach Polizeiangaben ein Sattelzug aus Bosnien-Herzegowina unmittelbar vor dem Streifenwagen der Beamten Eisplatten, die nachfolgende Autos trafen beziehungsweise gefährdeten. Der Fahrer eines Autos stellte sich der Polizei als Zeuge zur Verfügung.

Transport von Diesel nur für gewerbliche Transporteure

Gegen den Fahrer des Lastwagens wurde wegen seines Fehlverhaltens eine Sicherheitsleistung in dreistelliger Höhe erhoben. Er hätte vor der Fahrt prüfen müssen, ob sich auf dem Dach des Aufliegers Eisplatten gebildet hatten.

Während der Kontrolle kam außerdem ein Verstoß gegen die Lenk- und Ruhezeiten ans Licht. Der Fahrer brauchte fast drei Stunden für die Reinigung des Aufliegerdaches.

Weiterhin wurde eine größere Menge Heizöl beziehungsweise Diesel, also Gefahrgut, von einer Privatperson transportiert. Das ist nur gewerblichen Transporteuren gestattet. Außerdem waren die verwendeten Fässer und Kanister nicht ausreichend gesichert.

Deshalb muss der Fahrer nun mit einem Bußgeld in dreistelliger Höhe rechnen. Der Inhalt der Fässer beziehungsweise Kanister musste umgefüllt werden. Der Betroffene war ursprünglich wegen eines Gurtverstoßes durch eine Funkstreifenwagenbesatzung gestoppt worden.

Verstöße wegen technischer Mängel und Lenk- und Ruhezeiten

Bei einem Lastwagen aus dem Kreis Northeim entdeckten die Ermittler an der Bremsanlage eine deutliche Beschädigung der Luftleitung. Durch den Riss trat deutlich hörbar Luft aus. Der Druck in der Bremsanlage fiel innerhalb von Minuten nach Abstellen des Motors auf einen kritischen Wert.

Eine von den Beamten angeordnete Überprüfung beim TÜV ergab weitere Mängel an dem Anhänger, insbesondere auch an der Luftfederanlage, die an einer Achse nicht ordnungsgemäß mit Luft versorgt wurde.

Dem Fahrer des Lastwagens wurde deshalb die Weiterfahrt untersagt. Ein Werkstattdienst musste die Schäden noch vor Ort reparieren. Wegen der technischen Mängel sowie wegen Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten müssen sich Fahrer und Unternehmer nun auf ein Bußgeld in drei- beziehungsweise vierstelliger Höhe einstellen. (Bernd Schlegel)

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