Zeiss: Arbeitsplätze symbolisch zu Grabe getragen

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Aktion in Oberkochen: Sensenmänner und Träger mit einem Sarg, mit dem die Arbeitsplätze zu Grabe getrag wurden, führten bei Protestzug am Konzernsitz von Zeiss an.

Göttingen/Oberkochen. Mehr als 400 Zeiss-Beschäftigte aus Göttingen protestierten an der Firmenzentrale in Oberkochen in Baden-Württemberg gegen den geplanten Arbeitsplatzabbau. Sie überreichten mehr als 17.000 Unterschriften, die in vier Wochen gesammelt wurden.

Neben den Beschäftigten aus Göttingen beteiligten sich auch Zeiss-Mitarbeiter aus Oberkochen und München am Mittwoch an der Aktion: Als Leichenzug waren die Mitarbeiter aus Göttingen auf das Gelände der Zeiss Zentrale einmarschiert, flankiert von Sensenmännern trugen sie symbolisch 450 Arbeitsplätze zu Grabe. Torsten Dreyer, Betriebsratsvorsitzender der Zeiss Microscopy am Standort Göttingen, zeigte sein Unverständnis für das Zukunftskonzept der Carl Zeiss AG. „Das Konzept ist eine massive Verlagerung von Arbeitsplätzen und ein massiver Arbeitsplatzabbau an den Standorten Göttingen, München und Oberkochen“, sagte Dreyer.

Der Göttinger Betriebsratschef warf der Geschäftsführung vor, Produkte am Markt vorbei entwickelt zu haben. Dreyer: „Die katastrophalen Entscheidungen der Verantwortlichen sollen jetzt die Beschäftigten der Microscopy mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes ausbaden.“

„Der gemeinsame Protest macht Mut“, sagte Manfred Zaffke, erster Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz. Er kündigte zudem an: „Wir sind erst am Beginn der Auseinandersetzung, nicht am Ende.“

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