360 Wohneinheiten

Zeitkapsel statt Grundstein für neues Wohnquartier in Weende

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Zeitkapsel statt Grundstein: Investor Patrick Deyerl (links) gab den Startschuss für den Bau von 360 Wohneinheiten am Klosterpark in Weende, rechts der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Göttingen, Rainer Hald, und der Vorsitzende des städtischen Bauausschusses, Hans-Otto Arnold. 

Göttingen. Mit dem Versenken einer Zeitkapsel gab der Geschäftsführer der Soester Hoko Verwaltungs GmbH, Patrick Deyerl, den Startschuss für den Bau des Wohnquartiers Am Klosterpark im Göttinger Stadtteil Weende.

Bis 2020 sollen auf dem Gelände der früheren Firma Huhtamaki mit einem Kostenaufwand von rund 100 Millionen Euro rund 360 Wohneinheiten entstehen. Auf dem ehemaligen, 4500 Quadratmeter großen Betriebsparkplatz sind bereits 18 Wohneinheiten gebaut worden.

Elf Hektar großes Gelände

Der Immobilienentwickler hat das rund elf Hektar große Gelände 2006 gekauft. „Wir werden dort Wohnungen für rund 800 Einwohner schaffen“, sagte Deyerl. Zwei Drittel der Fläche seien fürs Wohnen bestimmt, das restliche Drittel für Gewerbe. Er rechnet damit, dass in diesem Bereich einmal rund 100 Menschen einen Arbeitsplatz haben werden.

Unter anderem sollen 109 Mietwohnungen, 90 sogenannte Service-Wohneinheiten insbesondere für ältere Menschen und 57 Eigentumswohnungen gebaut werden Abgerundet wird die Anlage mit 111 Einfamilienhäusern in Form von Stadtvillen, Doppel-, Reihen- und Kettenhäusern.

5000 Wohnungen fehlen

Das künftige Wohnquartier am Klosterpark im Göttinger Stadtteil Weende aus der Luft: Hier sollen ingesamt 360 Wohneinheiten entstehen.

Der Vorsitzende des Bauausschusses der Stadt Göttingen, Hans-Otto Arnold (CDU), begrüßte das neue Wohnbauprojekt ausdrücklich. In Göttingen würden rund 5000 Wohnungen fehlen, machte er deutlich. 800 sollen in Weende geschaffen werden. Wie groß der Bedarf sei, zeige unter anderem, dass die Zahl der Berufspendler in den vergangenen Jahren von 34 000 auf 38 000 Menschen angewachsen sei.

Auch in Weende sei der Bedarf hoch. Unter anderem bedingt durch die Uni gäbe es in dem Stadtteil inzwischen 14 000 Arbeitsplätze.

Der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Göttingen, Rainer Hald, dessen Institut das Bauprojekt finanziell begleitet, nannte den Standort wegen der guten Infrastruktur ideal.

Weendes Ortsbürgermeister Hans-Albert Ludolph, beklagte angesichts des langen Zeitraums bis zum offiziellen Startschuss des Projekts den „langen Weg durch den Behördendschungel“. Sein Fazit: „Es wird etwas Wunderschönes entstehen.“

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