Zeitstrafe für den Roboter: Felix-Klein-Schüler im Wettstreit

Sie hauchen Maschinen Leben ein: Schüler beim Robotik-Wettbewerb im Felix-Klein-Gymnasium (FKG). Foto: Jürgen von Polier

Göttingen. Schüler haben sich am Dienstag in der Aula des Felix-Klein-Gymnasiums bei einem Roboter-Wettbewerb gemessen.

63 Schüler aus fünften und sechsten Klassen programmierten Lego-Roboter so, dass diese in der Lage waren, sich zu bewegen und Gegenstände aus dem Weg zu räumen.

Der Wettbewerb war aufgeteilt in einen Kreativ- und Hauptteil. Die Aufgabe des Kreativteils bestand darin, einen „Laufroboter“ zu bauen. Bis aufs Fahren war alles erlaubt: laufen, springen und hoppeln. Diesen Entscheid gewann ein Team des Otto-Hahn-Gymnasiums, das eine Maschine gebaut hatte, die sich mit Paddeln bewegte, wie ein Raddampfer.

Im Hauptteil ging es darum, die Maschinen umzuprogrammieren, sodass sie auf Papierbahnen schwarzen Linien folgen, eine Dose aus dem Weg räumen und den Weg fortsetzen. Das gelang nicht immer.

„Wir mussten einem Team Strafsekunden geben, weil der Roboter die Dose aus dem Weg gefahren hat“, sagt Andreas Flemming, der Physik, Mathe und Informatiklehrer am Felix-Klein-Gymnasium ist. Schwierig seien die Aufgaben schon, denn die Roboter müssten nicht nur richtig programmiert werden.

Dafür gibt es zwar ein Programm mit Symbolen, die den Kindern das Programmieren erleichtern. Aber viele Kinder hätten ihre Software vergessen, Batterien seien schnell leer, oder die Roboter würden teilweise auseinanderfallen.

Und dabei bleibt es nicht: Weil die Roboter nicht ferngesteuert werden, muss die Bewegungsgeschwindigkeit vorher am Computer festgelegt werden. Die Roboter sehen mit Farbsensoren die Linie, auf der Sie entlangfahren müssen. Wenn der Sensor zu hoch oder zu tief eingestellt ist, orientiert sich der Roboter am eigenen Schatten und fährt in die falsche Richtung.

Während die Wettbewerbe auf der Bühne der Aula ausgetragen wurden, saßen die meisten Schüler an Tischen in der Aula und programmierten an Laptops fleißig ihre Maschinen. Obwohl der Wettbewerb live per Kamera auf die Leinwand übertragen wurde, konzentrierten sich die Schüler lieber auf ihre Arbeit.

An dem Wettbewerb teilgenommen haben die Gymnasien Felix-Klein, Theodor-Heuss, Otto-Hahn, Max-Planck und die Montessori Schule. Die Teilnahme kostet pro Schüler zwei Euro Startgeld. „Das reicht aber bei Weitem nicht aus“, sagt Flemming. Deshalb finanzieren die Sponsoren Lego, VW, Stiftung Niedersachsenmetall und Novelis das Projekt.

Den ersten Platz (eine Fahrt zum VW-Werk) teilten sich Maximilian Dörrig, Johann Fischer, Lutz Ulrich und Marvin Weite mit Simon Dehmel, Caleb Lam und Sebastian Logemann vom FKG. Der zweite Platz (eine Werksführung von Novelis) ging an Simeon Keske von der Montessori Schule.

Den dritten Platz mit einem Buch über Robotik erreichten Elias Rehfus, Daniel Grib und Karl Myszka vom Theodor-Heuss-Gymnasium.

Von Jürgen von Polier

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