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Kürzere Mensa-Zeiten in Göttingen sollen Energie sparen

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Von: Thomas Kopietz, Bernd Schlegel

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Köche in der Zentralmensa des Göttinger Studentenwerks: Das verkürzt die Öffnungszeiten.
Köche in der Zentralmensa des Göttinger Studentenwerks: Das verkürzt die Öffnungszeiten. © Studentenwerk/nh

Das Studentenwerk kürzt die Öffnungszeiten der Göttinger Zentralmensa. Damit soll unter anderem Energie eingespart werden.

Göttingen – Nach zwei Jahren Einschränkungen während der Corona-Pandemie laufen die Einrichtungen des Göttinger Studentenwerks in diesem Sommersemester wieder rund – da folgt der nächste Einschnitt: Das Studentenwerk muss, wie Verbraucher in Industrie und privaten Haushalten, Energie sparen.

Deshalb werden die Öffnungszeiten der gastronomischen Einrichtungen im Zentralmensagebäude in Göttingen ab Montag, 4. Juli, gekürzt. Damit sollen auch Preiserhöhungen vermieden werden.

Verkürzte Öffnungszeiten der Zentralmensa in Göttingen: Keine Änderungen am Samstag

Die Zentralmensa wird montags bis freitags nur noch von 11:30 bis 14:30 Uhr – statt bis 17 Uhr – geöffnet sein. An der Samstagsöffnung von 11.45 bis 14.30 Uhr wird zunächst nichts geändert.

Die Ausrufung der Alarmstufe beim Notfallplan Gas durch die Bundesregierung habe auch Auswirkungen auf das Studentenwerk und dessen Zentralmensagebäude: „Es gilt, nun Gas zu sparen, um Preiserhöhungen bei den gastronomischen Leistungen zu vermeiden“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Der Fokus wird daher auf die umsatzstärksten Zeiten gelegt.“

Zentralmensa der Uni Göttingen verzeichnet großen Gasverbrauch

Im Zentralmensa-Gebäude, dem Herzstück des Studentenwerks, wird Gas in großem Umfang in Dampf umgewandelt. Der wiederum wird in der Zentralmensa zum Kochen und für den Betrieb zweier großer Spülmaschinen benötigt.

„Alle Verbraucher sind durch Bund und Land aufgerufen, Gas zu sparen. Gleichzeitig sind uns drastische Preiserhöhungen beim Gas angekündigt worden,“ sagt Geschäftsführer Prof. Jörg Magull. „Wir sind leider zu diesem Schritt gezwungen.“

Zentralmensa in Göttingen: Niedrigere Nachfrage am Nachmittag

Zwischen 14.30 und 17 Uhr sei die Nachfrage nach Mensa-Angeboten laut Magull „derzeit sehr niedrig“. Gleichzeitig müssten dafür jedoch sehr große Geräte wie unsere Spültechnik in Betrieb sein. „Das können wir uns zukünftig nicht mehr leisten,“

Betroffen ist auch das Café Central. Die Öffnungszeiten dort werden verkürzt - von derzeit 20 Uhr auf 17 Uhr. Das Personal der Mensa und des Cafés wird entsprechend umgeschichtet und in den Zeitfenstern mit stärkerer Nachfrage eingesetzt, kündigt Magull an.

Keine weiteren Einschränkungen der Zentralmensa in Göttingen geplant

„Ich hoffe, dass keine weiteren Einschränkungen bei den Öffnungszeiten notwendig werden. Wir versuchen, das Bestmögliche für unsere Studierenden anzubieten“, sagt er. Die „extremen Einschränkungen und Preissteigerungen bei der Energie“ stellten alle Studentenwerke vor große Herausforderungen. „Mensen sind per se sehr energieintensive Einrichtungen,“ sagt Magull.

Mit Sorge beobachtet der Allgemeine Studierendenausschuss die Entwicklung: „Zwei Jahre Pandemie und jetzt die Gaskrise: Und schon wieder wird die weltpolitische Lage auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen“, kommentiert Vorsitzende Pippa Schneider. (Thomas Kopietz/Bernd Schlegel)

An der Göttinger Georg-August-Universität wird nun ein Klimalabel für Lebensmittel entwickelt und erprobt. Als erste Mensa in Göttingen bietet die Mensa am Turm nun nur noch rein vegetarische und vegane Speisen an.

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