Göttingen: Zentrum kümmert sich um Sorgen und Nöte

Mehrgenerationenhaus bietet allen Altersstufen Unterstützung an

Visite im Mehrgenerationenhaus und Nachbarschaftszentrum: Ministerpräsident Stephan Weil ließ sich von Leiterin Sabine Koch (links) und Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr die vielfältigen Aufgaben der Einrichtung erklären.
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Visite im Mehrgenerationenhaus und Nachbarschaftszentrum: Ministerpräsident Stephan Weil ließ sich von Leiterin Sabine Koch (links) und Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr die vielfältigen Aufgaben der Einrichtung erklären.

Wenn Einwohner im Göttinger Stadtteil Grone Sorgen haben, ist das Nachbarschaftszentrum an der Deisterstraße ein wichtiger Anlaufpunkt. Stephan Weil (SPD) ließ sich deren Arbeit erklären.

Göttingen – Der Stadtteil im Göttinger Westen hat besondere Probleme, machte Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr deutlich: Grone ist jung. Es gibt viele Familien mit kleinen Kindern, aber zu wenig Plätze in den Kindertagesstätten. Bei einer Einrichtung stehen 120 Mädchen und Jungen auf der Warteliste, bei der anderen 150, berichtete Sterr dem Ministerpräsident.

Außerdem muss befürchtet werden, dass die bislang günstigen Mieten in vielen Mehrfamilienhäusern, die einem privaten Unternehmen gehören, vermutlich bald steigen werden, da sie zum Teil modernisiert werden sollen. Das macht vielen Betroffenen Angst: Dadurch besteht großer Beratungsbedarf.

Weil in Göttingen: Auch für die Kinder ist gesorgt

Mit solchen Fragen und Problemen kommen viele Groner in das Nachbarschaftszentrum. Dort gibt es verschiedenste Beratungs- und Hilfsangebote – zum Teil auch in der jeweiligen Landessprache.

Auch für die Kinder ist gesorgt: Für sie gibt es Einstiegsangebote, damit sie nach einer gewissen Zeit Kindertagesstätten besuchen können. Darüber hinaus gehören auch Gesundheitsangebote sowie Kreativ-Treffs und offene Angebote zum Wochenprogramm der Einrichtung. „Von 9 bis 18 Uhr ist immer etwas los“, macht Sabine Koch, Leiterin des Nachbarschaftszentrums, deutlich. Täglich kommen etwa 100 Besucher aller Altersgruppen, vom Kleinkind bis zum Senior, in den Treff, darunter viele mit Migrationshintergrund.

Weil in Göttingen: Ministerpräsident lobte die Arbeit der Anlaufstelle

Damit ist die Einrichtung gleichzeitig ein Mehrgenerationenhaus. Alle freuen sich auch über die zahlreichen Service-Angebote: So gibt es eine offene Tauschbücherei sowie eine Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt. Außerdem kann man im Nachbarschaftszentrum kopieren und faxen sowie Hilfe beim Ausfüllen von Formularen bekommen. Natürlich wird auch gefeiert. Auch das gehört dazu, wie der Gast aus Hannover bei seiner Visite erfuhr.

Ministerpräsident Weil lobte die Arbeit der Anlaufstelle in dem Stadtteil: „Nachbarschaftszentren sind soziale Stabilisatoren“, sagte der Landesvater.

Weil in Göttingen: Ortsbürgermeisterin Sterr gab dem Ministerpräsidenten noch ein Anliegen mit

Träger der Einrichtung sind die frei Kirchengemeinden in Grone sowie Wohlfahrtsorganisationen. Das Nachbarschaftszentrum wurde vor mehr als zehn Jahren mit Unterstützung des Bundes gebaut.

Ortsbürgermeisterin Sterr gab dem Ministerpräsidenten noch ein ganz konkretes Anliegen für ihren Stadtteil mit den Rückweg nach Hannover: Sie wünscht sich wieder einen Kontaktbeamten bei der Göttinger Polizei, der ausschließlich für Grone zuständig ist. Dies sei mit Blick auf viele Migranten wichtig, die in ihrem Heimatländern oft schlechte Erfahrungen mit der dortigen Polizei gemacht haben.

Kontakt: Nachbarschaftszentrum Grone, Deisterstraße 10, 37081 Göttingen, Tel. 05 51/3 84 81 20. nachbarschaftszentrum-grone.de (Bernd Schlegel)

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