Prozess vor dem Landgericht

Zeuge: Frauenmord im Göttinger Stadtteil Grone wirkte wie geplant

Bluttat Zollstock Göttingen Tötungsdelikt Foto: Bernd Schlegel
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Nach der Bluttat im Göttinger Stadtteil Grone: Die Polizei hatte den Bereich um den Tatort abgesperrt.

In dem Prozess um den Doppelmord von Grone, in dem der 53-jährige Frank N. angeklagt ist, ging es am Freitag vor dem Göttinger Landgericht weiter.

Dort sagten zwei Zeugen aus. Dem Angeklagten werden zweifacher Mord und zweifache Körperverletzung vorgeworfen. Die fürchterliche Tat hatte sich am 26. September 2019 auf offener Straße im Göttinger Stadtteil Grone ereignet.

Frank N. hatte seine ehemalige, damals 44 Jahre alte Ex-Lebensgefährtin angegriffen, mit Benzin überschüttet, angezündet und mit einem Messer auf sie eingestochen. Eine Kollegin, die der Frau helfen wollte, wurde ebenfalls von dem 53-Jährigen schwer verletzt. Sie starb an den Folgen der Verletzungen im Krankenhaus.

Eine Zeugin, die an jenem 26. September am Tatort war, sagte vor Gericht aus. Sie tritt zudem als Nebenklägerin auf. Auch sie war leicht verletzt worden und leidet noch unter dem Erlebten. Sie hatte noch versucht, Frank N. abzulenken, als der immer wieder auf seine am Boden liegende Ex-Partnerin einstach, wie ein Justizsprecher sagte.

Als weiterer Zeuge sagte am Freitag ein 42-jähriger Mann aus, der in Grone eine Pizzeria betreibt und an jenem 26. September Schreie gehört hatte.

Der 42-jährige Gastronom hatte mit einem Kunden versucht, die brennende Kleidung der Frau zu löschen. Er war zunächst von einem Unfall ausgegangen. Auch der Pizzeria-Betreiber sah dann, dass ein Mann auf die Frau einstach. Er habe auch gehört, dass der Täter gerufen habe, die Frau umbringen zu wollen.

Der Zeuge schilderte auch, dass weitere Passanten versucht hatten, einzugreifen – aber ohne Erfolg. Auch den zweiten Anzündversuch und die Flucht des Täters beobachtete der Pizzeria-Betreiber, der auch schilderte, dass die Tat wie geplant gewirkt habe.

Der Angeklagte hatte sich kürzlich zu der Tat bekannt. Er habe es nicht glauben und verarbeiten können, dass sich die 44-Jährige von ihm getrennt hatte. Erklären könne er sich die Tat nicht.

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