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Zeugin sagt in Totschlagsprozess vor dem Landgericht Göttingen aus

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Von: Heidi Niemann

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In diesem Haus in Göttingen war im Mai 2021 die Leiche eines 59-Jährigen gefunden worden. Nun steht dessen Sohn in einem Totschlagsprozess vor Gericht.
In diesem Haus in Göttingen war im Mai 2021 die Leiche eines 59-Jährigen gefunden worden. Nun steht dessen Sohn in einem Totschlagsprozess vor Gericht. © Stefan Rampfel

Ein 28-Jähriger aus Göttingen muss sich vor dem Göttinger Landgericht wegen Totschlag verantworten. Er soll zum Tatzeitpunkt unter Drogeneinfluss gestanden haben.

Göttingen – Im Totschlagsprozess gegen einen 28-jährigen Mann aus Göttingen hat die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Göttingen dessen ehemalige Freundin vernommen.

An einem früheren Verhandlungstag hatte eine andere Zeugin davon berichtet, dass sich das Gewaltverbrechen vor den Augen der Ex-Freundin abgespielt haben soll. Dies habe ihr die 42-Jährige selbst am Folgetag erzählt. Demnach hatte diese dem Vater ihres Freundes noch helfen wollen, sich aber nicht einzugreifen getraut, weil sie sich damit selbst in Lebensgefahr gebracht hätte.

Vor Gericht wollte die 42-Jährige selbst keine Angaben zu der Tat machen, antwortete aber auf Fragen zum Drogenkonsum des Angeklagten. Dieser habe ab und zu „Flex“ genommen, und dies habe jeweils gravierende Wirkung gehabt: „Er war dann nicht mehr er selber“, sagte die Zeugin.

Verdächtiger soll seinem Vater mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen haben

Der 28-Jährige sei teils gleichgültig gewesen, manchmal auch aggressiv. Ihren Angaben zufolge waren sie rund ein Jahr lang ein Paar gewesen – bis zum 12. Mai 2021, jenem Tag, an dem der 28-Jährige seinen Vater laut Anklage umgebracht haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Verlauf eines Streits seinem 59-jährigen Vater eine Flasche auf den Kopf geschlagen und mehrfach mit einem spitzen Gegenstand in die linke Halsseite gestochen zu haben. Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt. (Heidi Niemann)

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