Initiative „GöttingenZero“

Ziel ist ein Bürgerentscheid: Mehr als 9000 Unterschriften für den Klimaschutz in Göttingen

Freude über mehr als 9000 Unterschriften: Professor Heinrich Detering unterstützt das Ziel von „GöttingerZero“. Eine der Macherinnen ist Malin Ramswig.
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Freude über mehr als 9000 Unterschriften: Professor Heinrich Detering unterstützt das Ziel von „GöttingerZero“. Eine der Macherinnen ist Malin Ramswig.

Die Initiative „GöttingenZero“ ist ihrem Ziel, dass die Uni-Stadt bereits bis 2030 klimaneutral wird, einen Schritt näher gekommen. Das Bündnis hat nach eigenen Angaben die erforderlichen Unterschriften für ein Bürgerbegehren zusammen.

Göttingen – Nach Angaben des Bündnisses unterstützen mehr als 9000 Bürger das Anliegen. Damit sei die erforderliche Zahl von 7116 Unterschriften überschritten. „GöttingenZero“ geht nun davon aus, dass es im Herbst zu einem Bürgerentscheid über das Göttinger Klimaziel kommt. Die Unterschriften sollen am Freitag, 16. Juli, um 15.30 Uhr im Vorfeld der Ratssitzung an der S-Arena an die Stadtverwaltung überreicht werden. Sie muss den Bürgerbegehren anschließend prüfen.

Dabei zählen nur Unterschriften von Wahlberechtigten, die ihren ersten Wohnsitz in der Stadt Göttingen haben. Sollte die Prüfung erfolgreich sein, so folgt ein Bürgerentscheid, bei dem alle Wahlberechtigten an einem Sonntag an die Urnen gerufen werden. Der Entscheid ist erfolgreich, wenn die Mehrheit dafür gestimmt hat. Zusätzlich muss diese Mehrheit mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten ausmachen.

Das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 orientiert sich laut „GöttingenZero“ am Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015, die globale Erwärmung unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu halten, um die schlimmsten Folgen der Erderhitzung möglichst noch zu verhindern.

In Göttingen habe sich als größter Arbeitgeber der Stadt die Georg-August-Universität und Universitätsmedizin Göttingen mittlerweile Klimaneutralität bis 2030 als Ziel vorgegeben. Alle fünf Göttinger Kandidaten für das Amt des Göttinger Oberbürgermeisters, die im September zur Wahl stehen, haben sich laut „GöttingenZero“ öffentlich dazu bekannt, ihre Politik an einem 1,5-Grad-CO2-Budget auszurichten. (Bernd Schlegel)

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