Ziel: Mehr Mobilität im Kopf

Zehn Jahre Netzwerk MobilitätsTalk: Niedersachsen als Logistikland

Mobilitäts-Talk: Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (links) und die niedersächsische Staatssekretärin Daniela Behrens (3.v.r.) mit Veranstaltern und Referenten. Foto: Lawrenz

Göttingen. Die Logistik-Branche Niedersachsens wirbt für mehr „Mobilität im Kopf“. Zehn Jahre zählt das Netzwerk MobilitätsTalk.

Mehr als 7000 Entscheider aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik haben seither seine Veranstaltungen in besucht, resümierte sein Begründer, Dr. Klaus Richter, beim 44. MobilitätsTalk im Freizeit In.

2008 sei der MobilitätsTalk offiziell zu einem Unternehmerkontaktforum in Niedersachsen ernannt worden. Neben Göttingen sind nach und nach Wolfsburg, Braunschweig und Hannover als Veranstaltungsorte hinzugekommen.

„Niedersachsen ist ein Logistikland“, sagte die niedersächsische Staatssekretärin Daniela Behrens. Mit mehr als 260.000 Beschäftigten gehöre die Logistikbranche mittlerweile zu den größten Arbeitgebern des Landes. Großen Wert maß Behrens den acht Basisstandorten der niedersächsischen Güterverkehrszentren bei; das GVZ Göttingen profitiere besonders von seiner zentralen Lage in Deutschland. Die Staatssekretärin hob hervor, dass Niedersachsen mittlerweile als Motor der E-Mobilität betrachtet werde. Das Projekt „Europäischer Radschnellweg in Göttingen“ zähle zu einem der zukunftweisenden Projekte in dem vom Land geförderten „Schaufenster Elektromobilität“. Es wurde mit dem zweiten Platz beim Deutschen Fahrradpreis 2016 ausgezeichnet.

Warum Logistik ein neues Image brauche, erläuterte Simon Reimer, Geschäftsführer von Reimer Logistiks. Er plädierte angesichts von deutschlandweit 60.000 mittelständischen Unternehmen mit 2,6 Millionen Beschäftigten in der Branche für mehr „Mobilität im Kopf“ „Unsere Branche müsste ein besseres Image haben als Mutter Theresa es je hatte“, postulierte er. Denn Speditionskaufleute, Fachkräfte für Lagerwirtschaft und Berufskraftfahrer sorgten dafür, dass die Menschen bekämen, was sie brauchten. So machten die Mitarbeiter der Branche „die Welt jeden Tag ein bisschen besser“.

Dass der automatisierte Informationsaustausch M2M den Weg zu völlig neuen Geschäftsmodelle eröffne, führte Patrick Pfaff von der Telekom Deutschland aus. Derzeit kommunizierten in Deutschland etwa 100 Millionen Geräte miteinander. Mehr als sechsmal so viele werden laut Pfaff in sechs Jahren miteinander vernetzt sein.

Als das „Amazon der Mobilität“ stellte Martin Röhrleff von der Üstra die Hannoverschen Verkehrsbetriebe dar. Wie sich urbane Mobilität mit dem Smartphone zu mehr Effizienz entwickeln kann, beschrieb Dr. Jens Hoffmann von der Volkswagen Konzernforschung.

Zeit für Vernetzung in Gesprächen bot das Forum nach den Vorträgen beim anschließenden Essen.

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