Projektstart unter Leitung der UMG

Zukunftslabor Gesundheit: Virtuelle Plattform bündelt Wissen

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Übergabe der Förderbescheide an die Zukunftslabore: (von links) Marius Brinkmann (Geschäftsführer ZDIN). Direktorium bestehend aus: Prof. Vietor, Prof. Denkena, Prof. Hertzberg, Prof. Nebel (Vorsitzender), Minister Björn Thümler, Prof. Lehnhoff, Prof. Yahyapour, Prof. Nejdl. 

Das Projekt „Zukunftslabor Gesundheit“ ist gestartet. Bei der Ausschreibung „Zukunftslabore Digitalisierung“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) hat sich der Forschungsverbund unter Projektleitung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit seinem Konzept für das „Zukunftslabor Gesundheit“ durchgesetzt.

Der Verbund für Niedersachsen startet unter Leitung der Medizinischen Informatik der UMG und erhält für fünf Jahre etwa 3,7 Millionen Euro vom Land. Das „Zukunftslabor Gesundheit“ soll letztlich dazu führen, den Einsatz digitaler Technologien in Krankenversorgung und -Pflege vorbereiten und ermöglichen.

Im Forschungsverbund des „Zukunftslabors Gesundheit“ arbeiten Forscher aus Medizininformatik und Informatik aus ganz Niedersachsen zusammen. Mit dabei sind Wissenschaftler von Hochschulen in Göttingen, Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück und Wilhelmshaven. Sprecher des Zukunftslabors ist Prof. Dr. Ramin Yahyapour, Chief Information Officer (CIO) der UMG. Das Zukunftslabor wird mit der kommissarischen Direktorin des Instituts für Medizinische Informatik an der UMG, Prof. Dr. Dagmar Krefting, koordiniert.

 Koordinatorin Prof. Dr. Dagmar Krefting

Die medizinische Forschung und Gesundheitsversorgung stehen durch die zunehmende Digitalisierung vor einem grundsätzlichen Umbruch. Zentrale Aspekte für die Arbeit des Zukunftslabors Gesundheit sind: Einsatz neuer digitaler Methoden in Versorgung und Pflege, eine datenbasierte Medizin, die Gestaltung gesundheitsfördernder Lebenswelten, smarte Implantate und neuartige (Bio-)Sensorik, eine personalisierte Medizin sowie umfassende Versorgungsforschung entlang der gesamten Versorgungskette.

Bedeutend sind die Schwerpunkte translationale Medizin (Kommunikation zwischen Laboren und Kliniken), die Versorgung in der Fläche, also im Umland von Großstädten, und die individuelle Prävention im Sinne einer gesunden Lebensplanung.

Virtuelle Plattformen zum Wissensaustausch

Das „Zukunftslabor Gesundheit“ ist eines von sechs (virtuellen) Plattformen im Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN), das auf Initiative des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) aufgebaut wird.

Das ZDIN hat seine Arbeit Anfang 2019 mit der Einrichtung der Koordinierungsstelle in Oldenburg aufgenommen und möchte wissenschaftliche Kompetenzen in Niedersachsen stärker verzahnen. Kern des Zentrums sind die „Zukunftslabore“. Auf ihnen vernetzen sich Wissenschaftler mit Praxispartnern. Zukunftslabore gibt es auch zu: Agrar, Energie, Gesellschaft & Arbeit, Mobilität und Produktion.

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