20 000 Kilometer für den guten Zweck

Zum vierten Mal „Laufen fürs Leben“ in Göttingen war ein Riesenerfolg

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Spaß am Sport für den guten Zweck: Beim vierten „Laufen fürs Leben“ kamen die Teilnehmer insgesamt auf beachtliche 20.617 Runden.

Es kamen wieder mehr als 20.000 Runden für den guten Zweck zustande: Mit der vierten Auflage von „Laufen fürs Leben“ feierten am Samstag die Organisatoren vom Göttinger Verein Horizonte einen Riesenerfolg.

Als um 15.43 Uhr auf der digitalen Anzeigentafel die 20.000 aufleuchtet, brandet kurzer, aber umso heftigerer Jubel auf am Sportgelände der Georg-August-Universtiät. Sowohl die Läufer, die auf der rund 800 Meter langen Bahn ihre Runden drehen, als auch die Teilnehmer, die gerade eine Pause einlegen und es sich zwischendurch mal am Rande auf der Wiese bequem gemacht haben oder das bunte Rahmenprogramm genießen, feiern sich selbst und die Tatschache, dass an diesem Tag wieder einmal viel Geld für den guten Zweck erlaufen wurde.

Denn für jede gedrehte Runde zahlen Sponsoren einen Euro und mit dem Erlös finanziert der Verein Horizonte am Uni-Krebszentrumdie die Stelle einer auf die Betreuung von Brustkrebspatientinnen spezialisierten Krankenschwester.

Laufen fürs Leben in Göttingen war voller Erfolg

Lauf fürs Leben 19
 © Schröter
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Dass die vor zwei Jahren aufgestellte Rekordmarke von 27.619 Runden diesmal deutlich verfehlt wurde und es am Ende „nur“ 20.617 wurden, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. „Wir sind trotzdem sehr zufrieden“, sagte Mitorganisator Arne Göring, stellvertretender Leiter des zentralen Hochschulsports. „Dass es diesmal nicht ganz so viele Runden wurden wie beim Lauf vor zwei Jahren lag sicher am Wetter“, meinte Göring.

Die in den Anfangsstunden fehlende Sonne und die eher kühlen Temperaturen seien zwar „nahezu optimal“ fürs Laufen gewesen. „Aber um sich dann zwischendurch mal auf den Rasen zu setzen, ein Picknick zu machen und dann weiterzulaufen, war es heute einfach zu kalt.“

10 Stunden auf den Beinen: „Ultra-Läufer“ Ole Evers bracht es allein auf 125 Runden.

Einem Teilnehmer wurde es am Samstag ganz bestimmt nicht zu kalt: Ole Evers. Der 24-jährige Göttinger hatte schon in aller Herrgottsfrühe um 5.15 Uhr und damit noch vor Sonnenaufgang angefangen, einsam seine Runden zu drehen. Als er nach neun Stunden und 16 Minuten um 15.31 Uhr zum letzten Mal die Ziellinie überquerte, lagen 125 Runden und somit sagenhafte 100 Kilometer hinter ihm.

„Ich bin vor zwei Jahren meinen ersten Marathon gelaufen und dachte mit damals im Ziel, dass da noch mehr geht“, sagt Evers, der auch nach dieser Tortur einen sehr entspannten Eindruck macht. Nachdem er dann beim letzten „Lauf fürs Leben“ 50 Kilometer abgespult hatte, habe er sich für dieses Mal 100 Kilometer als Ziel gesetzt.

„Das war zwischendurch zwar ganz schön anstrengend, aber die vielen Leute hier haben mich toll motiviert“, sagt er. „Das jetzt für den guten Zweck geschafft zu haben, fühlt sich richtig gut an“, sagt der Student, für den der Lauf fürs Leben „eine ganz großartige Veranstaltung“ ist.

Eine Meinung, die der „Ultra-Läufer“ mit den mehr als 2000 anderen und ebenfalls durchweg gut gelaunten Teilnehmern teilte.

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