Neue Produkte und Digitalisierung machen Mut

Zuversicht beim Energiespeicher-Spezialisten Piller in der Corona-Krise

Ausbildung: Die Piller-Group, die auch Hochleistungsstromspeicher in Osterode baut, will auch in der Corona-Krise weiter ausbilden, das gab die Firmenführung bekannt.
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Ausbildung: Die Piller-Group, die auch Hochleistungsstromspeicher in Osterode baut, will auch in der Corona-Krise weiter ausbilden, das gab die Firmenführung bekannt.

Schweres Jahr für Piller: Auch der weltweit führende Anbieter im Bereich sicherer Stromversorgung und Energiespeichersysteme mit Stammsitz in Osterode hat die wirschafltichen Folgen der weltweiten Corona-Pandemie zu spüren bekommen.

Osterode – 20 Prozent weniger Umsatz standen am Ende des Geschäftsjahres 2020 im Vergleich zu 2019 zu Buche – er belief sich auf 171,8 Millionen Euro.

Für die Piller Group, einen der Weltmarktführer für USV-Systeme großer Leistungen über 500 kW, war 2020 ein Jahr wie kein anderes zuvor, resumiert das Unternehmen. „Unser Geschäft wurde durch die Pandemie erheblich beeinträchtigt“, blickt Dr. Detlev Seidel, Geschäftsführer Operations der Piller Group zurück.

Er registrierte „die Kaufzurückhaltung einiger Kunden sowie Projektverschiebungen“ im zurückliegenden Wirtschaftsjahr. Deshalb konnte die Produktionsauslastung das Niveau der Vorjahre nicht erreichen. „Wir mussten in der Fertigung Kurzarbeit einführen“, schildert Seidel, der betont, dass es aber alles daran gesetzt wird, „unbedingt alle Arbeitsplätze zu erhalten“. Auch die Ausbildung werde uneingeschränkt fortgesetzt.

Beeinträchtigt wurde aber nicht nur die Produktion in Osterode, denn die Piller-Experten waren und sind generell auch viel unterwegs, wie die Mitarbeiter des Serviceteams. Das war vor große Herausforderungen gestellt – aufgrund der Reisebeschränkungen wegen Corona zu vielen Zeitpunkten und für viele Länder weltweit.

Geschäftsführer Piller Osterode: Dr. Detlev Seidel.

Gleichzeitig aber seien die Piller-Anlagen „wichtiger Bestandteil vieler systemrelevanter Infrastrukturen“, schildert Seidel die Problematik, die das Serviceteam und die Unternehmensleitung lösen musste. Mit Erfolg, wie Detlev Seidel sagt: „Letztlich war das starke Servicegeschäft der Hauptgrund, dass die Piller Gruppe trotz Corona wirtschaftlich stabil geblieben ist.“ Piller war somit der erfolgreichste Geschäftsbereich der Langley Holdings Firmengruppe mit Sitz in Retford, England.

Eine Herausforderung waren auch die Arbeitsschutzbedingungen im Werk Osterode, und das Homeoffice ist für viele Mitarbeiter seit 2020 zum Alltag geworden.

Froh ist Seidel darüber, dass es wenige Infektionen und keine schweren Erkrankungen in der Mitarbeiterschaft gab. Der Geschäftsführer blickt trotz anhaltender Pandemie denn auch zuversichtlich nach vorne: So soll die Markteinführung einer neuen Produktgeneration mit einer Einzelmodulleistung von bis zu 3,24MW wirtschaftlich durchschlagen und Wachstum bringen.

Grundsätzlich hofft man bei Piller auch auf die Digitalisierung, den dabei steigenen Bedarf für Energiespeichersysteme. Das Unternehmen rechnet mit dem Entstehen vieler neuer Großrechenzentren. Grundsätzlich steigen damit auch die Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit, machen verlässliche, effiziente und starke unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme notwendig. Sie bilden das Rückgrat jedes Rechenzentrums, aber auch für Banken, produzierende Unternehmen und Krankenhäuser, wie Seidel sagt.

Die Produkte und Ingenieure von Piller sind Teil der Lösung, verhindern, dass Energieversorgungen dort einbrechen. Das Unternehmen wird so im aktuellen Ranking der „Future Champions“ der Uni St. Gallen gelistet – also bei den Weltmarktführern von morgen. Und das wiederum ist trotz Umsatzrückgang und anhaltender Corona-Krise eine gute Nachricht für die Osteröder Piller-Group. (Thomas Kopietz)

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