Zuviel Geld erhalten: Professoren-Witwe muss 25.000 Euro zurückzahlen

Das Verwaltungsgericht in Göttingen: Hier war in erster Instanz über den Fall verhandelt worden. Archivfoto: Schlegel

Lüneburg/Göttingen. Wenn ein Professor durch einen Computerfehler 25.000 Euro zu viel vom Land Niedersachsen kassiert hat, darf er das Geld trotzdem nicht behalten. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg.

Es bestätigte damit ein entsprechendes Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen, wie das Lüneburger Gericht mitteilte. Der Professor hatte 2006 für die Beihilfe, die Beamte vom Land für ihre Gesundheitsausgaben erhalten, ein Rezept über 50,52 Euro eingereicht. Bei der Eingabe in das Computersystem wurde ein Fehler gemacht, so dass sich der Betrag aus Versehen erhöhte.

Als der Irrtum Jahre später entdeckt wurde, forderte die Oberfinanzdirektion die Rückzahlung. Doch der Mann behielt das Geld und zahlte es nicht an das Land zurück. Das Verwaltungsgericht Göttingen ordnete daraufhin die Rückzahlung an, weil der Professor „grob pflichtwidrig“ gehandelt habe.

Der Mann ging in die nächste Instanz, nach seinem Tod führte seine Witwe das Verfahren weiter. Das OVG entschied, es sei unglaubhaft, dass dem Mann kein derart hoher Überweisungsbetrag aufgefallen sei. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte das Verhalten des Professors als unkorrekt, aber nicht strafbar eingestuft. (lni/bsc)

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