Zwei Flüchtlinge wohnen im IWF - Weitere kommen in dieser Woche

Noch etwas leer, aber bald soll das IWF-Gebäude die ersten Flüchtlinge aufnehmen: Gisela Prieß (von links, Jawed Yazdani und Conny Hieler begrüßten bereits zwei Menschen, die von nun an in Göttingen leben. Foto: Leissa

Göttingen. Angekündigt waren 16 Flüchtlinge, die in dem Gebäude des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) am Nonnenstieg unterkommen sollten. Angereist sind am Dienstagnachmittag aber nur zwei.

„Wenigstens sind zwei jetzt da, der Rest soll morgen erst anreisen“, sagt Sozialarbeiter Jawed Yazdani und lächelt müde. Eine Menge Überstunden und viel Koordinationsarbeit liegen hinter ihm und seinem Team aus haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die die Zimmer im IWF nach der 50 000 Euro teuren und erst kürzlich beendeten Renovierung zum Bewohnen fertig gestellt haben.

Die beiden eingezogenen Männer bedienen sich am reichlichen Büffet, während Yazdani und eine handvoll Helfer sie in Göttingen willkommen heißen. Für die nächsten Wochen wird die Uni-Stadt ihre Heimat sein. „Geplant ist, sie möglichst schnell mit Sprachlernkursen zu versorgen und durch gemütliche Kennenlern-Treffen mit den Nachbarn schneller an das neue Leben in Göttingen zu gewöhnen“, sagt die Ehrenamtliche Gisela Prieß.

Die ehemalige Lehrerin ist seit der ersten Stunde der Initiative Willkommen Flüchtlinge, die sich um die Unterbringung der Flüchtlinge im IWF-Gebäude kümmert, dabei.

Trotz des großen Rückhalts, den sie durch die Menschen aus der Nachbarschaft erhalten, sieht Prieß, wie bereits die ersten Schwierigkeiten für die Neuankömmlinge auftauchen – entstanden durch das nötig gewordene zügige Arbeiten und die Häppchen-Informationen durch die Stadt: „Die Duschräume sind zwar neu, aber nicht abschließbar. Das könnte zu Unmut führen, vor allem bei den Frauen“, sagt Prieß. Das sei bereits der Stadt gemeldet worden und soll auch schnell nachgebessert werden, versichert die Hausleiterin Conny Hieler auf Anfrage, während ihr Blick rasch über den noch leeren Aufenthaltssaal huscht, der zur Begrüßung mit Plakaten und Ballons aufgehübscht wurde.

In den nächsten Tagen sollen dann die restlichen der zunächst angekündigten 16 Flüchtlinge und in das ehemalige Gebäude des Institutes für den Wissenschaftlichen Film (IWF) einziehen.

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