Sonnensystem-Forscher aus Göttingen

Zwei Göttinger Forscher gaben Asteroiden ihren Namen

Göttingen. Zwei Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung fliegen jetzt quasi durchs All - zwei Asteroiden tragen ihre Namen.

Dr. Guneshwar Thangjam und Dr. Thomas Platz forschen am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen. Und Thangjam und Platz schwirren jetzt auch im All – die Forscher haben nämlich zwei Asteroiden ihre Namen gegeben.

Die beiden Asteroiden ziehen ihre Bahnen im Asteroidengürtel zwischen den Umlaufbahnen von Jupiter und Mars. Thangjam und Platz befassen sich mit dem Asteroid Vesta und dem Zwergplanet Ceres, die sich im gleichen Asteroidengürtel befinden. Die Forscher werteten 90 000 Bilder der Kamera an Bord der Raumsonde aus. Das System wurde am MPS entwickelt, gebaut und wird dort betrieben.

Um einen genaueren Blick auf „ihre“ Asteroiden zu werfen, benutzen die Forscher ein Teleskop in Australien, das sie über das Internet steuern können. So sind auch die ersten Bilder des Asteroiden Platz entstanden. Der Asteroid Thangjam rückt erst im Dezember dieses Jahres ins Blickfeld der Teleskope.

Um einmal um die Sonne zu wandern, braucht der Asteroid Thangjam 3,38 Jahre, Platz benötigt dafür 4,08 Jahre, schreibt das Institut für Sonnensystemforschung in einer Pressemitteilung.

Beide Asteroiden sind bereits vor 36 Jahren in Australien entdeckt worden. Das Siding Spring Observatorium führte sie damals unter den Namen 1981 EF14 und 1981 EM17. Die erste Zahl gibt das Entdeckungsjahr an, die zweite ist ein Kürzel, das die Reihenfolge festhält, in der die Asteroiden im entsprechenden Jahr zum ersten Mal gesichtet wurden. So werden Namen typischerweise für Asteroiden vergeben, teilt das Institut mit. 

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