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Zwei Jahre Pause beendet: Osterfeuer rund um Göttingen brennen wieder

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Von: Thomas Kopietz, Stefan Rampfel

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Menschen stehen vor einem entzündeten Holzstapel. Das Osterfeuer brannte auf dem Wartberg bei Rosdorf nahe Göttingen.
Die Osterfeuer in Göttingen und im Landkreis brennen wieder. Auftakt war vielerorts am Samstag - so auch in Rosdorf, wo etwa 3000 Besucher auf den Wartberg kamen. © Stefan Rampfel

Endlich! Nach zwei Jahren Pause loderten am Samstag- und Sonntagabend in vielen Orten rund um Göttingen wieder die beliebten Osterfeuer.

Göttingen/Rosdorf - Teilweise wochenlang haben die „Baumeister“ geschuftet, um mächtige Holzstapel in Breite und Höhe aufzutürmen - nur damit sie, bestaunt von vielen Zuschauern, angezündet werden und zunächst nur ein glühender Rest, danach ein Haufen Asche übrigbleibt. Der Brauch der Osterfeuer lebt 2022 wieder auf, nachdem pandemiebedingt zwei Jahre nichts ging. Zum Bedauern vieler Menschen. Die nutzten nun die Möglichkeit, beim Osterfeuer zuzuschauen, ein heißes oder kaltes Getränk zu nehmen sowie eine Bratwurst zu essen. Tausende sind schon am Samstag auf den Beinen.

Meist wurden die Staple am Samstag noch bei strahlendem Sonnenschein gegen 19 Uhr angezündet, so auch in Rosdorf, wo der Stapel auf dem Wartberg von den Mitgliedern der Rosdorfer Jugendfeuerwehr und den Kindern des Ortes errichtet wurde.

Zuvor ging es in einem Fackelumzug aus dem Ortszentrum auf den Wartberg – rund 500 Menschen nahmen daran teil.

Auch in der Ferne waren die Rauchsäulen aus den anderen Ortschaften zu sehen – so aus Groß Ellershausen, Elliehausen, Lenglern oder Nikolausberg. Die Fernsicht war bei bestem Osterwetter hervorragend – später ging auch noch malerisch der Vollmond auf.

Allerdings wurde es abends und nachts empfindlich kalt. Die Temperaturen lagen im einstelligen Bereich. Daher gab es am Rosdorfer Osterfeuer neben den üblichen Getränken auch Glühwein und Kinderpunsch.

Mario Wienecke, Jugendfeuerwehrwart der Freiwilligen Feuerwehr Rosdorf, war mit seinem Team für die gesamte Logistik zuständig. Neben den Getränken gab es Bratwurst und Pommes. „Die Resonanz ist sehr gut“, sagt er. „Ich schätze die Zahl der Besucher auf rund 3000. Alle sind froh, dass das Osterfeuer wieder stattfinden darf.“

Dennoch galten Hygiene-Regeln, zumindest an den Verkaufsständen und in den Warteschlangen, wo ein Mund- und Nasenschutz getragen werden musste.

Wie wichtig das Umschichten des Osterfeuerholzes kurz vor dem Abbrennen ist, hat sich auch den Rosdorfer Aktiven der Feuerwehr gezeigt. Denn dabei wurde ein Fuchs-Welpe entdeckt und gerettet. Der kleine Fuchs wurde dann in eine Wildtier-Auffangstation nach Bad Grund gebracht. (Stefan Rampfel/Thomas Kopietz)

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