Krimi-Preview im Kino: "Es wird noch mehr Fälle geben"

Göttingen-Tatort besteht seine Feuerprobe im Cinemaxx

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Die beiden Schauspielerinnen Maria Furtwängler (Mitte) und Florence Kasumba trugen sich bei der Tatort-Preview im Cinemaxx im Beisein von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (links) in das Goldene Buch der Stadt Göttingen ein.

Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat ihre Göttinger Feuertaufe bestanden und in Südniedersachsen eine neue Heimat gefunden. 

Aktualisiert am 30.1. um 17.45 Uhr - Überraschung bei der Preview des ersten Göttingen-Tatorts im Cinemaxx: Die Kultkrimiserie wird auch in absehbarer Zukunft in der Uni-Stadt gedreht. Was aus einigen Äußerungen des Abends schon herauszuhören war, machte Christian Granderath von der Redaktion des NDR-Tatorts am Ende halb-offiziell: „Zwei Tatorte in Göttingen – das wäre zu wenig für Göttingen“, erklärte er den Gästen der Preview des Tatorts, der am kommenden Sonntag, 3. Februar, um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. Dass im Sommer der zweite Göttingen-Tatort gedreht wird, stand ohnehin schon fest. Granderath versprach: „Es kommen noch mehr Fälle.“

Auch die beiden Hauptdarstellerinnen Maria Furtwängler und Florence Kasumba waren gekommen. Sie treten in „Das verschwundene Kind“ erstmals als Ermittler-Duo Charlotte Lindholm und Anais Schmitz auf. Am Dienstag nahmen sie sich viel Zeit. Zunächst für die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt. Dann erlebten sie gemeinsam mit dem Publikum die Premiere des Göttingen-"Tatorts". „Mir hat es Spaß gemacht, uns beiden zuzuschauen“, meinte Furtwängler danach augenzwinkernd.

Applaus für Frau Lindholm

Applaus für Göttingen, Applaus für den „Tatort“: Die neue Folge „Das verschwundene Kind“ hat seine Feuerprobe bestanden. Die Zuschauer im vollen Kinosaal 2 des Cinemaxx zeigten sich nach der Preview begeistert. 

Auftritt in Göttingen: Maria Furtwängler als Ermittlerin Charlotte Lindholm.

Die Kommissarinnen Charlotte Lindholm und Anais Scmitz – Maria Furtwängler und Florence Kasumba – gaben zahllose Autogramme und ließen sich mit ihren Fans ablichten. 

Kasumba: Ein schönes Gefühl

Auf die Filmpremiere im Kino freute sich Furtwänglers Kollegin Kasumba. „Es ist ein schönes Gefühl“, bekannte sie vor der Premiere. Besonders freue sie sich darauf, die Bilder auf der großen Leinwand zu sehen. Jan Starkebaum, Moderator von „Hallo Niedersachsen“, begrüßte die Gäste im Kinosaal und lud sie dazu ein, sich zu fühlen wie an einem Sonntagabend, allerdings mit dem exklusiven Vergnügen, einen Tatort aus ihrer Stadt zu sehen. „Wir hätten nichts dagegen, wenn das Kommissariat sich in Göttingen ansiedeln würde“, betonte Oberbürgermeister Köhler.

Guter Eindruck von der Stadt

Die Bilder, die nun folgten, sprechen dafür: Gleich zu Anfang der neuen Tatort-Folge wird ein guter Eindruck von der Stadt vermittelt. Mancher Schwenk zeigt die einladende Stadtsilhouette. Das Gänseliesel ist genauso zu sehen, wie die Türme der Jacobikirche oder die schmucken Fachwerkhäuser, die Aula am Wilhelmsplatz, der Stadtfriedhof. Und in der Stadt, die Wissen schafft, darf auch das Klinikum nicht fehlen. Doch es gibt nicht nur schöne Stadtansichten. Da sind die zahllosen Fahrräder am Bahnhof, die immer wieder Stein des Anstoßes sind. Auch in Göttingen gibt es dunkle Ecken, Hochhäuser wie das Iduna-Zentrum, wo die Menschen auf der Schattenseite des Lebens wohnen. Eins ist sicher: Im neuen „Tatort“ gibt es nur wenige Schauplätze, die Göttinger nicht zuordnen können.

Reaktionen im Kinosaal

„Hier in Göttingen muss ich kein Plädoyer für die Freiheit der Kunst halten“, zeigte sich der NDR-Intendant Lutz Marmor von Göttingen überzeugt und prophezeite, dass die Stadt mit der Ausstrahlung der neuen Tatort-Folge verstärkt ins mediale Blickfeld rücken werde. „Die Vorführung ist eine Art Feuerprobe“, erklärte Marmor. „Im Fernsehen bekommen wir keine Reaktionen“, im Kinosaal könnten die Macher miterleben, wie ihre Ideen bei ankämen. Und sie kamen an, bewies der Applaus.

Fernsehfilmchef ist Ideengeber

Dennoch, nach der durchaus auch traurigen Handlung fühlte sich Moderator Starkebaum bemüßigt, „das Stimmungsthermometer“ etwas anzuheben: Er hob auf das Besondere der Geschichte mit ihren besonderen Darstellern ab. Als Ideengeber holte er den Fernsehfilmchef des NDR, Christian Granderath, mit Redakteurin Sabine Holtgreve und Produzentin Iris Kiefer auf die Bühne. Großes Lob hatte Kiefer für die Stadt an der Leine. Die Menschen hätten das Drehteam freundlich aufgenommen, alle hätten sich gefreut über die Dreharbeiten. So stellte Granderath den Göttingern auch schon die nächsten Fälle in Aussicht.

Ein Koffer voller bunter Sommerkleidung

Zum „Tatort“ einschalten will Christof Prösler. Auch wenn er die Preview im Cinemaxx gesehen hat, wird er sich den Krimi noch einmal ansehen. Der 29-jährige Elektroniker aus Friedland hat als Komparse mitgewirkt und will sich die Folge noch einmal ansehen. Denn jetzt weiß er wann und wo er zu sehen ist. So kann er seine Auftritte genauer verfolgen. Das Casting habe er schon im Juni mitgemacht. Zwei Stunden habe er warten müssen, dann seien Fotos von ihm gemacht worden. Die Zusage habe er per Mail erhalten. Zwei bis drei Wochen nach dem Casting seien die Dreharbeiten losgegangen.

Drehtag begann um 9 Uhr

Pröslers Drehtag habe um 9 Uhr begonnen. Einen Koffer voller bunter Sommerkleidung habe er von zu Hause mitbringen sollen. Daraus wurde sein Outfit für den Drehtag ausgesucht. Gegen 14.30 Uhr waren die Szenen mit ihm und vielen anderen im Kasten.

Doppeltes Spiel

Doppeltes Spiel hatte Torsten Bussmann. Auch er hat als Komparse beim Dreh mitgewirkt und ist als Polizist im „Tatort“ zu sehen. Als Redakteur vom StadtRadio führte er bei der Preview Interviews mit den Hauptpersonen. Wie Prösler hat Bussmann von dem Casting profitiert: Beide haben weitere Anfragen erhalten und werden bald auch in einer Dokumentation über die Hugenotten zu sehen sein. Bussmann konnte außerdem in einem Werbespot mitwirken. Insgesamt haben laut NDR etwa 120 Menschen als Komparsen mitgewirkt.

Dienstausweis der Polizei

Ihren Dienstausweis bei der Göttinger Polizei hat Hauptdarstellerin Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm übrigens sicher, wie Polizeipräsident Uwe Lührig erklärte: „Wir haben ihr einen Dienstposten eingerichtet. Und wie das bei uns so üblich ist, habe ich ihr den Dienstausweis und einen Willkommensgruß überreicht.“

Freude bei den Fans

Und auch für die Fans – die Tickets in einem Gewinnspiel ergattern konnten – waren die beiden Schauspielerinnen da. Sie sprachen auch noch einmal über den Dreh im vergangenen Sommer. Und man kann fast sagen: Sie haben sich ein bisschen in Göttingen verliebt. „Ich freue mich, in den nächsten Monaten mehr von Göttingen zu sehen. Jetzt sind wir endlich angekommen“, sagte Florence Kasumba. Besonders die Menschen haben ihr gefallen. „Die Leute waren gut gelaunt und diszipliniert. Dann macht es auch Spaß zu drehen.“

Maria Furtwängler erklärte: „Ich habe Hannover nicht wirklich vermisst – auch wenn Charlotte Lindholm das wahrscheinlich anders sieht. Aber Göttingen hatte so viel Charme, das kann gerne noch eine Weile so bleiben.“

Zumindest ihren Dienstausweis bei der Göttinger Polizei hat Furtwängler alias Charlotte Lindholm sicher. Polizeipräsident Uwe Lührig: „Wir haben ihr einen Dienstposten eingerichtet. Und wie das bei uns so üblich ist, habe ich ihr den Dienstausweis und einen Willkommensgruß überreicht.“

"Tatort"-Premiere in Göttingen

Tatort-Preview Göttingen Cinemaxx von links Rolf-Georg Köhler Maria Furtwängler Florence Kasumba Foto: Andreas Arens ana
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Andreas Arens
Rolf-Georg Köhler Maria Furtwängler Florence Kasumba Lutz Marmor Foto: Andreas Arens ana
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Andreas Arens
Tatort Preview Göttinger Cinemaxx Foto: Ute Lawrenz zul
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Ute Lawrenz
Tatort Preview Göttinger Cinemaxx Foto: Ute Lawrenz zul
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Ute Lawrenz
Tatort Preview Göttinger Cinemaxx Foto: Ute Lawrenz zul
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Ute Lawrenz
Tatort Preview Göttinger Cinemaxx Foto: Ute Lawrenz zul
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Ute Lawrenz
Tatort Preview Göttinger Cinemaxx Foto: Ute Lawrenz zul
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Ute Lawrenz
Göttingen tatort-Preview von links Rolf-Georg Köhler Maria Furtwängler Florence Kasumba Lutz Marmor Foto: Ute Lawrenz zul
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Ute Lawrenz
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Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Stefan Rampfel
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Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Stefan Rampfel
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Stefan Rampfel
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Stefan Rampfel
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Stefan Rampfel
Göttingen läuft Hannover den Rang ab - zumindest im "Tatort": Bei der Premiere des ersten Falls mit Maria Furtwängler in der Uni-Stadt wurde klar: Die Krimireihe hat hier eine neue Heimat gefunden. © Stefan Rampfel

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