Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn

Zweiter Warnstreik in Göttingen: Drei Kitas bleiben zu

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Auch die Verdi-Betriebsgruppe der Sparkasse Göttingen beteiligte sich an dem Warnstreik in der Göttinger Innenstadt.

Göttingen. Mit einem Demo-Zug vom Groner Tor in die Innenstadt und einer „Oskar-Verleihung“ an Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch der Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn für ihre Mitglieder im Öffentlichen Dienst Ausdruck verliehen.

Es war bereits der zweite Warnstreik in Göttingen innerhalb einer Woche. Schon am vergangenen Donnerstag hatte Verdi verschiedene Institutionen bestreikt. Dieses Mal waren kommunale Bereiche (Kindertagesstätten, Bauhof, Grünflächen und Verwaltung) sowie die Sparkasse Göttingen, die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) und der Abfallzweckverband Südniedersachsen betroffen.

Auswirkungen hatte das vor allem auf die Kitas. Das Ernst-Fahlbusch-Haus sowie die Einrichtungen in Grone und Weende-Nord blieben den ganzen Tag geschlossen. Bei der Müllabfuhr waren zunächst keine Einschränkungen bekannt.

Demo-Zug: Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst forderten am Mittwoch sechs Prozent mehr Lohn.

Laut Verdi beteiligten sich zwischen 230 und 250 Beschäftigte an der Kundgebung am Gänseliesel. Moritz Braukmüller, Gewerkschaftssekretär für die Region Südostniedersachsen sagte: „Wir sind sehr zufrieden. Die Resonanz war etwas höher als erwartet.“ Dementsprechend zeigte er sich optimistisch, die Forderungen nach sechs Prozent mehr Lohn durchsetzen zu können. Am Montag, 12. März, erwartet Verdi ein neues Angebot der Arbeitgeber.

„Oskars“ für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst: Gewerkschaftssekretär Moritz Braukmüller (rechts) ehrte bei der Kundgebung vor dem Alten Rathaus (von links) Carsten Söhring, Andrea Kerll, Oliver Klinger, Stefanie Erdmann, Elke Jung, und Ruth Rohrig.

Zum Abschluss der Kundgebung wurden vor dem Alten Rathaus noch stellvertretend jeweils ein Beschäftigter der sechs bestreikten Bereiche geehrt. Sie betonten in ihren Reden die Wichtigkeit ihrer Arbeit für das alltägliche Leben der Menschen.

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