2340 Menschen in Göttinger Einrichtungen erhielten Corona-Erstimpfung

Zweitimpfungen in Altenheimen starten - Impfzentrum Siekhöhe wartet auf Lieferung

Impfzentrum am Anna-Vandenhoeck-Ring in Göttingen
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Wartet weiterhin auf die zu Impfenden: Das stationäre Impfzentrum am Anna-Vandenhoeck-Ring in Göttingen ist fertig und bereit. Es fehlt an Impfstoff.

Der Start des Impfzentrums der Stadt wird nicht zum 1. Februar über die Bühne gehen können.

Göttingen – Das Land halte aber dennoch an einer Terminvergabe ab Donnerstag, 28. Januar, fest, „obwohl wir dann für unser Impfzentrum an der Siekhöhe gar keine Termine vergeben können“, sagte Erster Stadtrat Christian Schmetz auf Anfrage unserer Zeitung. Er kritisierte den Kurs des Landes als „seltsames Vorgehen“.

Grund ist der Impfstoffmangel beziehungsweise die an feste Tage gebundene Gabe der Zweitimpfungen an Bewohner und Mitarbeiter in Altenheimen, die bereits erstgeimpft wurden.

In der Uni-Stadt ist es aber in den vergangenen Tagen mit den Corona-Impfungen vorangegangen: Nachdem zwei Chargen mit Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer eingegangen waren, konnten die mobilen Impfteams erneut ausrücken und mit den Impfungen in den Alten- und Senioreneinrichtungen fortfahren. Stand jetzt sind in 13 von 14 Göttinger Einrichtungen die Bewohner und Mitarbeiter geimpft worden – insgesamt 2340 Menschen.

Am Montag ist eine weitere Lieferung des Landes im Impfzentrum Siekhöhe angekommen, mit der die an feste Termine gebundene Zweitimpfung in den Altenheimen begonnen wird. Zur Erklärung: Die Erstimpfung muss zum Aufbau eines wirksamen Impfschutzes im Abstand von 21 Tagen wiederholt werden – mit einer Zweitimpfung. Das Land verteilt dementsprechend den Impfstoff.

Dennoch ist auch Göttingen von der verzögerten und mengenmäßig geringeren Auslieferung des Biontech-Impfstoffs betroffen. Weitere Impfstoffe sind nach Ankündigung durch das Land Niedersachsen frühestens ab Anfang der 6. Kalenderwoche zu erwarten. Das bedeutet auch, die Impfungen im stationären Impfzentrum Siekhöhe am Anna-Vandenhoeck-Ring kann nicht wie vorgesehen zum 1. Februar starten, was Christian Schmetz, Erster Stadtrat und als Dezernent für das Impfzentrum verantwortlich, ausdrücklich bedauert: „Die Mitarbeiter*innen des Impfzentrums sind sehr motiviert dabei und müssten nun weiter auf ihren Einsatz warten.“

Die Sozialdezernentin und Leiterin des Corona-Einsatzstabs, Petra Broistedt, betont noch einmal, wie bereits kürzlich bei einem Pressetermin vor Ort, dass Göttingen wie allen Kommunen in Niedersachsen nur der vom Land zugeteilte Impfstoff zur Verfügung stehe. Für die Impfung der über 80-Jährigen, die nicht in einer Senioreneinrichtung leben, sei daher „weiterhin Geduld gefragt“.

Christian Schmetz kündigt derweil auch an, dass die Stadt Göttingen zusätzlich zu den Info-Briefen des Landes die über 80 Jahre alten Bürgerinnen und Bürgern gesondert über die Corona-Impfung informieren und anschreiben will.

Stand Dienstag hält das Land an seiner Terminvergabe für die stationären Zentren fest. Hatte aber angekündigt, dass nur in wenigen Impfzenten tatsächlich ab 1. Februar geimpft werden könne. Die Stadt Göttingen und Dezernent Christian Schmetz erwartet nun eine klare Information. „Bisher bleibt das Land bei seiner Linie“, sagt Schmetz, die er nicht nachvollziehen könne, blieben die Menschen doch so im Unklaren und ein Anruf bei der Terminvergabe-Hotline wäre meist ohne Ergebnis.

Telefon-Hotline: 0800/99 88 66 5. Terminvergaben sind voraussichtlich ab dem 28. Januar möglich. (Thomas Kopietz)

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