1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Göttingen

Zug verpasst: 12-Jähriger randaliert im Bahnhof und wirft Mülleimer ins Gleisbett

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Melanie Zimmermann

Kommentare

Das Bild zeigt eine Person in Uniform mit dem Logo der Bundespolizei am Bahnsteig und im Hintergrund einen Zug.
Ein zwölfjähriger Junge aus Hamburg vertrieb sich die Wartezeit im Göttinger Bahnhof, indem einen Mülleimer aus der Verankerung riss und aufs Gleisbett warf. (Symbolbild) © Bundespolizei

Ein zwölfjähriger Junge aus Hamburg verpasst in Göttingen seinen Zug. Die Wartezeit vertreibt er sich mit Randalieren. Nun ermittelt die Bundespolizei.

Göttingen – In der Nacht von Freitag auf Samstag (13. auf 14. Mai) kurz nach Mitternacht, hörten die Beamten der Bundespolizei in Göttingen einen lauten Knall im Bahnhof. Ein Zwölfjähriger hatte seinen Zug verpasst und vertrieb sich die Wartezeit, indem er auf einem Bahnsteig randalierte – und seine Tat filmte.

Beim Eintreffen der Beamten auf dem Bahnsteig 9 sahen sie einen zwölfjährigen Jungen. Dieser versuchte, vor den Beamten wegzulaufen, konnte nach kurzer Verfolgung jedoch eingeholt werden. Der Junge kam aus Hamburg und erzählte, er habe seinen Zug zurück in die Hansestadt verpasst. Seine Eltern wüssten Bescheid.

Randale auf Bahnsteig in Göttingen: Junge reist Mülleimer aus Verankerung

Weiter sagte er den Beamten, dass er gegen einen Metallmülleimer in einer Sitzgruppe auf dem Bahnsteig getreten, diesen aus der Verankerung gerissen und ins Gleis geschmissen habe. Kurze Zeit später erfasste ein durchfahrender Güterzug besagten Mülleimer. Der Zwölfjährige hatte seine Tat sogar mit seinem Smartphone gefilmt. Das Video wurde durch die Beamten sichergestellt.

Damit noch nicht genug: Zusätzlich hatte er einen sogenannten Nothammer bei sich. Von wo er diesen entwendet hat, wollte er den Beamten allerdings nicht sagen.

12-Jähriger randaliert in Göttingen: Bundespolizei nimmt Ermittlungen auf

Die Bundespolizisten riefen die Eltern des Jungen an, informierten sie über den Aufenthaltsort und berichteten von den Taten des Sohnes. Weil die Eltern ihn jedoch nicht abholen konnten, kümmerte sich vorerst das Jugendamt um den Zwölfjährigen.

Gegen ihn werden nun Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Sachbeschädigung und Diebstahls eingeleitet. Ob der Güterzug bei dem Aufprall beschädigt wurde, muss noch ermittelt werden. (mzi)

Auch in Hannover kam es am Bahnhof zu einer Randale, als ein Fahrradfahrer nicht von seinem Gefährt absteigen wollte.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion