Schulen öffnen Montag wieder

Nach Corona-Ausbruch in Göttingen: Quarantäne für Schulklassen droht

Corona-Ausbruch in Göttingen (Niedersachsen): Die Zahl der Infizierten steigt auf 120 - darunter 49 Kinder. Alle Bewohner des Hochhauses sollen getestet werden.

  • Covid-19: Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen spricht von einem Ausbruchsgeschehen von Corona* in der Uni-Stadt.
  • Größere private Feierlichkeiten sollen dabei eine Rolle gespielt haben - möglicherweise ist ein Infektionsherd eine illegal geöffnete Shisha-Bar.
  • Ein Mann unter Corona-Quarantäne verstieß offenbar mehrfach gegen Auflagen. Entgegen der Vorschriften hielt er sich mehrmals in der Innenstadt von Göttingen auf.

Update vom Freitag, 05.06.2020, 21.29 Uhr: 217 Menschen, etwa ein Drittel der Bewohner des Iduna-Zentrums in Göttingen (Niedersachsen), wurden am Freitag (05.06.2020) getestet. „Wir sind damit im Plan“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Frank Gloth. Die ersten Ergebnisse sollen Samstag vorliegen. Bei 57 Kindern gab es einen Corona-Verdacht, 49 von ihnen sind infiziert. Von diesen Kindern sind zehn im Kita-Alter, elf im Grundschulalter und 28 könnten weiterführende Schulen besuchen. Für alle Schüler der betroffenen Klassen droht eine Quarantäne. bsc/tko

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Endergebnisse der Massentest sollen bald vorliegen

Update vom Freitag, 05.06.2020, 19.03 Uhr: Eine bisher einmalige Corona-Testaktion ist in Göttingen (Niedersachsen) angelaufen: Die 600 gemeldeten Bewohnerinnen und Bewohner des Hochhauskomplexes Iduna-Zentrum werden komplett durchgetestet. Stadt und Gesundheitsbehörden haben ein Testzentrum in der Tiefgarage des Komplexes eingerichtet und bereits am Freitag 217 Personen getestet. 

Notwendig geworden waren die Tests aufgrund einer Massen-Infektion nach Feierlichkeiten von Familien, die aus Ex-Jugoslawien stammen und seit etwa zwei Jahrzehnten in Göttingen leben. Alles laufe ohne Probleme, die Bewohner seien sehr kooperativ, sagte die Leiterin des Krisenstabs, Petra Broistedt. Auch der Einsatzleiter der nur unterstützend vor Ort tätigen Polizei, Rainer Nolte, war am Mittag zufrieden über den Verlauf und die Kooperationsbereitschaft der Menschen im Haus. Die Behörden rechnen mit dem Endergebnis der Tests am Montagmittag. 

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Einzelne Klassen und Lehrer werden unter Quarantäne gestellt

Davon könnten auch weitere Restriktionen für Betroffene, aber auch für die Stadt abhängen. Die nach dem Corona-Ausbruch geschlossenen Göttinger Schulen sollen am Montag wieder öffnen. Die Schulen sind gehalten, streng auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zu achten. Die Lehrer sollen die Kinder und Jugendlichen vor dem Unterricht befragen, ob sie selbst Symptome oder Corona-Verdachtsfälle in der Familie haben. Diese Kinder sollen dann nach Hause geschickt werden. 

Die Schulen werden auch darüber informiert, welche Kinder positiv auf Corona getestet wurden. Derweil gibt es eine als „Gegendarstellung“ betitelte Mitteilung von Bewohnern. Inhalt: Eine Zusammenkunft mehrerer Familien habe es nur anlässlich des Gebets in einer Moschee gegeben – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. „Eine Feierlichkeit fand nicht statt“, heißt es. Petra Broistedt sagte dazu am Freitag, dass es Hinweise von Zeugen auf Feierlichkeiten gegeben hätte. „Diesen sind wir nachgegangen, weil es für uns und das Gesundheitsamt darum geht, Kontaktpersonen zu ermitteln, die Infektionskette zu verfolgen und zu stoppen.“

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Vorbereitungen für Tests laufen

Update vom Freitag, 05.06.2020, 13.17 Uhr: Die Schulen in Göttingen sollen nach dem Corona-Ausbruch voraussichtlich am Montag wieder öffnen. Davon ging Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt am Freitag (05.06.2020) aus. Allerdings sind einige Dinge zu beachten.

Die Schulen sollen dringend auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelung achten - inklusive Händewaschen. Die Lehrer sollen die Kinder und Jugendlichen vor dem Unterricht befragen, ob sie selbst Symptome oder Corona-Verdachtsfälle in der Familie haben. Diese Kinder sollen dann nach Hause geschickt werden. Die Schulen werden auch darüber informiert, welche Kinder positiv auf Corona getestet wurden. Sollten diese Kinder in die Schule kommen, so sollen sie ebenfalls nach Hause geschickt und das Gesundheitsamt informiert werden.

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Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Einzelne Klassen und Lehrer werden unter Quarantäne gestellt

Einzelne Klassen und ihre Lehrkräfte, in denen infizierte Kinder in der vergangenen Woche am Unterricht teilgenommen haben, werden unter Quarantäne gestellt. Betroffene Kitas können wieder öffnen, wenn sie nicht von Infektionen betroffen sind. Bei den betroffenen Kitas reicht es unter Umständen aus, einzelne Gruppen zu schließen.

Nach wie vor ist klar: 49 Kinder sind infiziert. Von diesen Mädchen und Jungen besuchen 28 weiterführende Schulen, elf Grundschulen und weitere zehn Kitas.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Tests im betroffenen Hochhaus sind angelaufen

Unterdessen sind die Corona-Tests in dem betroffenen Hochhaus in Göttingen gut angelaufen. Bis kurz von 12 Uhr waren bereits 108 Bewohner getestet.

Update vom Freitag, 05.06.2020, 10.27 Uhr: Der Krisenstab Niedersachsen stellt heute ab 10.30 Uhr die neuen Lockerungen der Corona-regeln für Nidersahcsen vor. Das Land hält trotz des Corona-Ausbruchs in Göttingen weiter an seinem Stufenplan fest - am Montag (08.05.2020) startet Stufe vier von fünf. Alle Infos dazu gibt es in unserem Live-Ticker zur Pressekonferenz des Krisenstabes Niedersachsen.

Update vom Freitag, 05.06.2020, 08.34 Uhr: Am heutigen Vormittag beginnen die Massentests auf das Corona-Virus von etwa 600 Bewohnern eines Hochhauses am Maschmühlenweg in Göttingen. Die Einsatzkräfte bauen sich gerade auf und bereiten die Aktion vor. Gegen 10 Uhr sollen die ersten Abstriche bei Bewohnern erfolgen. Dazu sind in der Tiefgarage zwei Testzelte aufgebaut. 

Corona-Massenausbruch in Göttingen: Zahl der Infizierten steigt auf 120

Update vom Donnerstag, 04.06.2020, 20.40 Uhr: Die Zahl der Infizierten nach den Familienfeiern zum Ende des Ramadans in Göttingen, bei denen Corona-Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten wurden, steigt weiter stark. Jetzt gibt es 120 Betroffene – 15 mehr als am Vortag. Das gab die Stadt Göttingen am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt.

Corona in Göttingen: Massenausbruch  - 49 Kinder infiziert

102 der Corona-Infizierten kommen aus der Stadt Göttingen, 18 aus dem Kreisgebiet. Drei Betroffene werden in einer Klinik behandelt, einer von ihnen muss weiter künstlich beatmet werden.

Dramatisch: Von den 57 betroffenen Kindern sind 49 infiziert. Von diesen Mädchen und Jungen besuchen 28 weiterführende Schulen, elf Grundschulen und weitere zehn Kitas.

Corona in Göttingen: Nach dem Massenausbruch -  Hunderte Bewohner des Iduna-Zentrums werden getestet

Inzwischen ist klar: Am Freitag (05.06.2020) beginnen die Corona-Tests sämtlicher Bewohner eines Hochhauses am Maschmühlenweg, in dem zahlreiche Betroffene wohnen. Das mobile Testzentrum wird in der Tiefgarage des Hauses aufgebaut. Am Donnerstag haben etwa 500 Bewohner die Aufforderung erhalten, sich zu bestimmten Zeiten in der Tiefgarage einzufinden. Bei 64 Bewohnern haben die Tests bereits stattgefunden. 

Für die Auswertung der neuen Test stehen die Labore des Göttingen Campus bereit. Von Freitag bis Sonntag wird täglich zwischen 10 und 14 Uhr getestet. Jeweils am Folgetag sollen die Ergebnisse vorliegen. An dem Projekt sind unter anderem die Uni-Medizin (Abstriche), die Göttinger Feuerwehr (Verwaltungsaufgaben) und die Polizei beteiligt. Außerdem stehen Dolmetscher bereit.

Corona in Göttingen: Mitarbeiter in einem Altenheim positiv getestet

Am Freitag werden zudem alle 123 Bewohner und rund 120 Beschäftigte eines Altenheims in Göttingen auf das Corona-Virus getestet. Ein Mitarbeiter war positiv getestet worden. Diese Proben werden beim Landesgesundheitsamt untersucht. Welches Altenheim betroffen ist, wollten die Verantwortlichen mit Blick auf den Datenschutz offiziell nicht sagen.

Inzwischen ist aber klar: Ein Altenheim am Friedländer Weg machte an der Tür mit einem Aushang deutlich, dass es aufgrund der „Corona-Situation in Göttingen“ für Besucher geschlossen ist. Petra Broistedt, Leiterin des Krisenstabs der Stadt Göttingen, machte deutlich, dass unter den Bewohnern der betroffenen Alteneinrichtung großes Verständnis für die Tests besteht.

Corona in Göttingen: Nach dem Massenausbruch - Entscheidung zu Schulen und Kitas am Freitag

Wie es mit den Schulen in der neuen Woche weitergeht, soll im Laufe des Freitags entschieden werden. Sämtliche Schulen im Göttinger Stadtgebiet, mehrere im Kreisgebiet sowie vier Kitas in Göttingen sind bis einschließlich Freitag, 5. Juni, geschlossen.

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler rief die Bevölkerung noch einmal eindringlich auf, sich an die Corona-Regeln zu halten. „Sie sind da, um andere zu schützen.“ Gleichzeitig dankte er den Sportvereinen, die inzwischen über die Situation informiert sind und ihre Arbeit zunächst einstellen.

Corona in Göttingen: Roter Bereich wohl nicht aufzuhalten

„Wir sind im dunkelgelben Bereich. Wir können es schaffen, nicht in den roten Bereich zu kommen“, sagt er mit Blick auf die Entwicklung bei dem Corona-Ausbruch in Göttingen.

Update vom Donnerstag, 04.06.2020, 18.44 Uhr: Niedersachsen möchte seine Test-Strategie angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Epidemie anpassen und die Tests bei regionalen Hotspots ausweiten. Das künftige Vorgehen haben Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) und der Präsident des Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz, am Donnerstag (04.06.2020) in Hannover erläutert.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch ist Göttingen ein Hotspot in Niedersachsen

Massenhafte Corona-Infektionen hatte es in Niedersachsen zuletzt im Zusammenhang mit Familienfeiern in Göttingen, einem Logistikzentrum in Langenhagen bei Hannover sowie in einem Fleischbetrieb in Dissen (Kreis Osnabrück) gegeben. Trotz rückläufiger Infektionszahlen versuchen die Gesundheitsbehörden, ein rapides Anwachsen von Infektionsherden zu verhindern. 

Diese Gefahr hat mit den Lockerungen zugenommen, da Betroffene etwa in Schulen, Freizeiteinrichtungen oder bei Einkauf und Arbeit wieder mehr Kontakt zu anderen Menschen haben. Für den Pflegebereich gibt es die Forderung, das Personal intensiver zu testen, weil Infektionswellen dort zu vielen Todesfällen unter Bewohnern geführt haben.

Corona in Göttingen: Massenausbruch nach Feiern - Menschenrechtlerin warnt vor Vorverurteilung

Update vom Donnerstag, 04.06.2020, 07.10 Uhr: Vor einem Generalverdacht, dass Roma sich nicht an Corona-Auflagen halten, warnt Jasna Causevic von der Gesellschaft für bedrohte Völker. Sie nimmt Bezug auf Feiern von Großfamilien zum Ende des muslimischen Fastenmonats

Corona in Göttingen: Massenausbruch nach Feiern zum Ende des Fastenmonats

In deren Folge ist es in Göttingen (Niedersachsen) zu einem Corona-Massenausbruch gekommen. „Es kommt nun darauf an, den Infizierten und den Verdachtsfällen den Ernst der Lage bewusst zu machen – gegebenenfalls in ihrer Muttersprache“, betont Causevic. Die Betroffenen müssten die Gefahren eines unüberlegten Verhaltens erkennen. Wer in Deutschland lebe, habe Rechte, aber auch Pflichten. 

Die Menschenrechtlerin: „Wir müssen uns alle schützen und offenbar auch manche Menschen vor sich selbst, aber ohne Stigmatisierung und Vorurteile.“ Göttingen könne mit gutem Beispiel vorangehen. Bei den Feiernden handelt es sich um Roma aus dem Kosovo, einer einst jugoslawischen Provinz. „Die Familien flohen 1999 nach Deutschland, als in ihrer Heimat ein Krieg zwischen Albanern und Serben ausbrach“, berichtet Flüchtlingshelfer Meinhart Ramaswamy. 

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Aufenthaltsstatus einiger Betroffener unsicher

Über viele Jahre hätten die Roma in Deutschland nicht arbeiten dürfen. Ihr Aufenthaltsstatus sei zum Teil bis heute unsicher. Immer wieder habe es Abschiebungen gegeben, obwohl sie in ihrer alten Heimat ausgegrenzt und verfolgt würden. Das habe ihre Einstellung gegenüber den deutschen Behörden geprägt. „Die Roma-Familien anzuschreiben, macht wenig Sinn“, meint Ramaswamy. 

Aus seiner Beratungstätigkeit wisse es, dass viele kaum lesen könnten und zudem wenig Deutsch beherrschten. Zielführender sei eine persönliche Ansprache. Die Roma, die er kennengelernt habe, würden die deutschen Nachrichtensendungen nicht verfolgen. Sie informierten sich über die eigene Community. Eine Brücke zur Mehrheitsgesellschaft bildeten die in Deutschland aufgewachsenen Kinder und Jugendlichen, die oft für ihre Eltern und Großeltern dolmetschten. 

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Schwer Quarantäne durchzusetzen

„Eine Corona-Quarantäne durchzusetzen, wird schwierig“, meint Ramaswamy. Die großen Familien lebten in kleinen Wohnungen. Der Zusammenhalt, auch über die Kernfamilie hinaus, sei groß. Vielfach heirateten Cousins und Cousinen miteinander. Sei jemand krank, kämen alle zusammen. Die Vorstellung, einem Verwandten das Essen vor die Tür zu stellen und ihn allein zu lassen, sei nur schwer zu vermitteln. 

Die Stadt Göttingen müsse Personen hinzuziehen, die das Vertrauen der Roma genössen, etwa Vertreter des Roma Centers Göttingen. „Die Roma aus dem Kosovo sind jahrelang durch das Raster der Stadt gefallen“, meint Christian Schmelcher, der die städtische Beschäftigungsförderung leitet. Mittlerweile versuche die Stadt diesen Fehler zu korrigieren. 

Der allgemeine Sozialdienst setze sich für die Minderheit ein. Die Jugendhilfe Göttingen betreibe in städtischem Auftrag im Iduna-Zentrum eine Begegnungsstätte und eine Beratungsstelle. Die Schulsozialarbeiter betreuten die Kinder und Jugendliche, die überdurchschnittlich oft den Unterricht schwänzten. Gegebenenfalls könnten sie die Schulersatzmaßnahmen der Beschäftigungsförderung nutzen.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - 105 bestätigte Infektionen

Update vom Mittwoch, 03.06.2020, 20.17 Uhr: Der Corona-Ausbruch durch Abstands- und Hygieneverstöße bei privaten Familienfeiern aus Anlass des muslimischen Zuckerfestes in Göttingen am vorletzten Mai-Wochenende hat inzwischen zu bestätigten 105 Infektionen geführt – 25 mehr als am Dienstag. Außerdem muss die Stadt Göttingen ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung nochmals verschärfen. So muss der Vereinssport ruhen. Außerdem wurde ein Freibad geschlossen.

Das gab die Verwaltung am Mittwoch in den Abendstunden während einer Pressekonferenz bekannt. Drei der 105 Betroffenen liegen inzwischen im Krankenhaus. Ein Erkrankter muss weiter beatmet werden. Ein Mann und eine Frau wurden am Mittwoch ins Krankenhaus aufgenommen. 

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Vermutlich noch viel mehr infiziert

Inzwischen ist klar: Die Kontakte von Infizierten nach dem Zuckerfest in Göttingen könnten möglicherweise umfangreicher gewesen sein als ursprünglich befürchtet. So wurde ein Mitarbeiter des Freibades Weende positiv auf das Corona-Virus getestet. Folge: Das Freibad ist seit Mittwoch bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. 

Ein weiterer positiv getesteter Mitarbeiter wird aus einem Göttinger Altenheim mit 123 Bewohnern und etwa 100 Beschäftigten gemeldet. Sie alle sollen nun auf das Corona-Virus getestet werden. Ob diese beiden Entwicklungen mit dem aktuellen Ausbruch in Verbindung stehen, ist allerdings nicht ganz klar.

Außerdem sind unter den Infizierten zahlreiche Vereinssportler. Deshalb sollen die Göttinger Sportvereine ihre Aktivitäten einstellen, so eine weitere Maßnahme.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Vorbereitungen für 700 Tests

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die Corona-Tests bei etwa 700 Bewohnern des Hochhauses im Maschmühlenweg in Göttingen. Diese sollen noch in dieser Woche beginnen und am Sonntag, 7. Juni, abgeschlossen sein. Dafür werden zwei Zelte aufgebaut, in denen die Abstriche erfolgen sollen. 

Die Bewohner erhalten ihre persönliche Aufforderung zum Test in verständlicher Sprache. Außerdem soll das Verfahren so gesteuert werden, dass möglichst geringe Wartezeiten entstehen. Bei den Tests werden die Kassenärztliche Vereinigung, die Uni-Medizin, das Ordnungsamt der Stadt, ein Ordnungsdienst und die Polizei eng zusammenarbeiten. Notfalls sollen auch Polizeibeamte von außerhalb helfen.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Verschärfung der Corona-Regeln nicht ausgeschlossen

Unterdessen geht die Stadtverwaltung von Göttingen davon aus, dass möglicherweise am Montag viele Schulen wieder öffnen können. Das hängt allerdings von den Testergebnissen ab. Sollte es positive Ergebnisse geben, so sind Quarantäne-Anordnungen für einzelne Klassen samt ihrer Lehrkräfte im Gespräch.

Unterdessen machte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) deutlich, dass möglicherweise weitere Verschärfungen zur Eindämmung des Corona-Virus erfolgen müssen, wenn dies notwendig wird. „Ja, ein Lock-Down ist nicht ausgeschlossen“, so Köhler. Gleichzeitig machte er deutlich: „Was wir brauchen, ist das korrekte Verhalten. Wir erleben hier, dass sich eine Gruppe von Menschen nicht an die Regeln gehalten hat“, kommentierte Köhler die aktuelle Entwicklung.

Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt, gleichzeitig Leiterin des Krisenstabes, ergänzte, dass man fast vier Wochen kaum Neuinfektionen in Göttingen gehabt habe. Köhler: „Dieser grüne Bereich ist aber längst verlassen.“

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Schulleiter über Schulschließung verärgert

Update vom Mittwoch, 03.06.2020, 17.06 Uhr: Als Folge des Corona-Ausbruchs in Göttingen nach privaten Familienfeiern, wurden vorsichtshalber die Schulen in der Unistadt bis zum Wochenende geschlossen. Darüber sind Eltern und auch Schulleiter verärgert. 

„Es ist erschreckend, dass es Menschen gibt, die meinen, für sie gelten die Regeln nicht oder für sie wären die Regeln unter bestimmten Umständen außer Kraft gesetzt“, sagte am Mittwoch der Leiter der Neuen Integrierten Gesamtschule Göttingen, Lars Humrich. Für die Kinder und Jugendlichen bedeute die neuerliche Schließung aller Schulen in Göttingen eine weitere Verunsicherung.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Infektionszahlen steigen an

Die Zahl der Corona-Infizierten steigen nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen weiter an*: 141 Personen (Stand: 03.06.2020) sind aktuelle in Stadt und Landkreis Göttingen am Corona-Virus erkrankt - das sind 9 mehr als am Vortag.

Die Gesamtzahl bestätigter Infektionen beträgt damit 934 (plus 21); davon sind 245 (plus 16) in der Stadt Göttingen gemeldet, 689 (plus 5) im weiteren Kreisgebiet. Das berichtet das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen. Im Zusammenhang mit Corona sind in Stadt und Landkreis Göttingen 76 menschen gestorben, 717 gelten als genesen.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Kamerateam wird attackiert

Update vom Mittwoch, 03.06.2020, 14 Uhr: Teile der TV-Berichterstattung über den Corona-Ausbruch in Göttingen müssen in Begleitung der Polizei stattfinden. Nach Erkenntnissen unserer Zeitung wurde am Mittwochmorgen (03.06.2020) ein Team des Nachrichtensenders „Welt“ von Bewohnern des Göttinger Iduna-Zentrum beworfen, bedroht und beleidigt. Das Hochhaus steht im Zentrum des Corona-Ausbruchs in Göttingen.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Kamerateam kann nur unter Polizeischutz drehen

Wie Reporter Daniel Koop und Kameramann Festim Beqiri berichteten, haben sie nach den Vorfällen Strafanzeige gestellt und konnten anschließend unter dem wachsamen Auge der Polizei ihre Arbeit wieder nachgehen.

Gegen 9 Uhr kam das Fernsehteam am Iduna-Zentrum im Maschmühlenweg Göttingen an, baute sein Equipment auf und bereitete sich für eine Live-Schalte zum Corona-Ausbruch in Göttingen um 10 Uhr vor. Plötzlich seien sie von Balkonen des Iduna-Zentrums beschimpft und bedroht worden. Es seien Sätze gefallen wie „Wenn ihr nicht verschwindet, gibt es richtig auf die Mappe“, zudem sei gedroht worden das Equipment zu zerstören. Schließlich seien auch zwei Personen, die offenbar nicht unter Quarantäne stehen, auf die beiden TV-Leute zugekommen, um ihnen klar zu machen, dass die Androhungen „kein Spaß“ seien.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Bewohner attackieren Kamerateam

Es flogen Kartoffeln, Tomaten und Eier von den Balkonen, Kameramann Beqiri wurde laut eigener Aussage auch von einer Kartoffel getroffen. Das Fernseh-Duo verzog sich ins Auto, das ebenfalls zur Zielscheibe wurde. Von dort aus verständigten sie die Polizei Göttingen, die mit mehreren Einsatzkräften und -wagen anrückte.

Wie aus Polizeikreisen zu erfahren war, handelt es sich bei dem Einsatz nicht um einen klassischen Polizeischutz. Die Beamten sollen über die Beobachtung vor allem darauf achten, dass die Situation nicht eskaliert.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Am Iduna-Zentrum soll eine Corona-Teststation eingerichtet werden

Außerdem hat die Stadt per Kennzeichnung das Entfernen von dort abgestellten, abgemeldeten Autos mit einer Frist angeordnet. Bis zum 5. Juni sollen die Fahrzeuge verschwinden. 

Vermutlich hängt dieses Vorgehen auch mit dem Aufbau einer mobilen Corona-Teststation zusammen. Denn: Alle Bewohner – etwa 700 – sollen sich dem Test unterziehen, auch um das tatsächliche Ausmaß der Infektionskette nachvollziehen zu können. Davon abhängen könnten auch weitere Einschränkungsmaßnahmen für die ganze Stadt, wie Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD) gegenüber unserer Zeitung sagte.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Schulen bis zum Wochenende geschlossen

Update vom Dienstag, 02.06.2020, 22.14 Uhr: Alle Schulen im Göttinger Stadtgebiet bleiben ab sofort bis einschließlich Freitag, 5. Juni, präventiv geschlossen. Die Maßnahme verschafft Zeit, um Tests auszuwerten, mögliche Corona-Infektionsketten nachzuverfolgen, Quarantäneanordnungen auszusprechen und ein weiteres Infektionsgeschehen möglichst frühzeitig einzudämmen

Im Landkreis Göttingen werden mehrere Schulen ebenfalls bis einschließlich Freitag, 05.06.2020, geschlossen:

  • Heinrich-Gruppe-Schule 
  • Rosdorf Grundschule im Drammetal 
  • Schule am Hohen Hagen / Oberschule Dransfeld 
  • IGS Bovenden 
  • KGS Gieboldehausen 
  • alle Berufsbildenden Schulen in der Stadt Göttingen (BBS I – III) 
  • Regenbogenschule Waake 
  • Grundschule Lenglern-Harste 
  • Grundschule Bovenden Grundschule Eddigehausen 
  • Grundschule Reyershausen

Corona in Göttingen: Mach Massenausbruch - Auch Kitas geschlossen

Folgende Kitas in Göttingen werden ebenfalls bis einschließlich Freitag, 5. Juni, geschlossen:

  • Ev.-luth. Kita St. Jacobi 
  • Kindertagesstätte St. Paulus
  •  Ev.-luth. Jona-Kita
  • Petri-Haus, St. Petri Gemeinde Kinderbetreuung im IdunaZentrum

Das Bürgertelefon ist wieder geschaltet: Für Fragen rund um das Corona-Geschehen im Landkreis haben die Stadt Göttingen und der Landkreis ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter Tel. 0551/7075-100 montagd bis freitags jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr erreichbar.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Schulen bis zum Wochenende geschlossen

Update vom Dienstag, 02.06.2020, 21.15 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch schließt die Stadt Göttingen bis zum Wochenende alle Schulen in ihrer Trägerschaft. So soll die weitere Ausbreitung des Virus in der Uni-Stadt verhindert werden.

Das teilte die Stadt am Dienstag (02.06.2020) in Abendstunden bei einer Pressekonferenz mit. Auch der Landkreis Göttingen will einige seiner Schulen schließen.

Der Ausbruch war durch Abstands- und Hygieneverstöße bei privaten Familienfeiern von mehreren Großfamilien, die aus dem früheren Jugoslawien stammen, zum Fastenbrechen am vorletzten Mai-Wochenende aufgetreten. 

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Inzwischen 80 Neu-Infektionen

Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt spricht von „uneinsichtigem und unverantwortlichem Verhalten“. So trafen sich in einer kleinen Wohnung offenbar bis zu 30 Personen bei einer Feier. Inzwischen gibt es durch die aktuelle Entwicklung 80 bestätigte Infektionen. Diese Zahl kann noch steigen, da noch nicht alle Testergebnisse vorliegen.

Insgesamt 370 Personen stehen inzwischen unter Quarantäne, davon 170 in Stadt und Landkreis Göttingen – 140 weitere von außerhalb, viele davon aus Niedersachsen (unter anderem aus dem Bereich Osnabrück) und aus Nordrhein-Westfalen. 

Laut Stadt dauerte es insgesamt vier Tage bis in der Region Göttingen alle Corona-Tests abgeschlossen waren. Eine Verantwortliche spricht deshalb von „unkooperativem Verhalten“.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Quarantäne-Einhaltung wird überprüft

Unterdessen wurde angekündigt, dass die Einhaltung der Quarantäne überprüft wird. Alle Gesundheitsämter seien über die Anordnungen zur Quarantäne informiert worden. 

Bei der Verbreitung des Virus spielt offenbar auch eine Shisha-Bar eine Rolle. Dort nutzten nach Erkenntnissen der Stadt mehrere Personen ein gemeinsames Mundstück beim Rauchen einer Wasserpfeife.

Zahlreiche Betroffene wohnen in einem Hochhauskomplex am Maschmühlenweg. Die Stadt will deshalb alle etwa 700 Bewohner des Hauses auf Corona testen. Dazu soll ein Test-Mobil eingesetzt werden. Außerdem soll ein Hygiene-Konzept für das Hochhaus erstellt werden.

 Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Zahl der Infizierten könnte steigen

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler machte gleichzeitig deutlich: „Nicht alle, die dort leben, stehen unter Corona-Verdacht.“

Zur vorübergehenden Schließung der Schulen und von vier Kitas (Petri-Haus, Jona-Kindertagesstätte, Kita St. Paulus und Kita St. Jacobi) entschloss sich die Stadt Göttingen, weil 57 Kinder unter den Betroffenen sind, 23 von ihnen wurden inzwischen positiv auf das Corona-Virus getestet. Auch diese Zahl kann noch steigen. Köhler: „Wir versuchen aktiv, diesen Ausbruch zu stoppen.“ bsc/tko

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Mittlerweile 57 Kinder infiziert

Update vom Dienstag,02.06.2020, 14.35 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingenmit knapp 70 Infizierten hat der Krisenstab der Landesregierung möglichen Quarantäne-Brechern mit einer Einweisung gedroht. Wer sich nicht an eine Quarantäne-Auflage halte, begehe eine Straftat und könne vom Gericht in eine geschlossene Einrichtung überstellt werden, sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover.

Weil Dutzende mögliche Betroffene in Göttingen über das Pfingstwochenende zunächst nicht freiwillig zu einem Test erschienen seien, sei das Gesundheitsamt mit Unterstützung der Polizei bei den Menschen vorstellig geworden. "Das läuft jetzt auch", meinte Schröder zum Erfolg des "robusten Zugehens" auf die Betroffenen.

Nach mehreren privaten Familienfeiern waren in Göttingen 68 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Über das Pfingstwochenende seien 166 Menschen getestet worden, sagte Schröder. Es seien mehr als 300 Kontaktpersonen über den Großraum Göttingen hinaus auch in Thüringen und Nordrhein-Westfalen ermittelt worden.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Lehrbetrieb an Schulen kann deutlich eingeschränkt werden

Update vom Dienstag, 02.06.2020, 13.53 Uhr:  Claudia Schröder vom Krisenstab der niedersächsischen Landesregierung berichtet in einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Situation in Niedersachsen* - der Corona-Ausbruch in Göttingen ist dabei ein Schwerpunktthema. Bisher wurden 68 Personen bestätigt mit dem Coronavirus infiziert - da darunter zahlreiche Kinder sind, betrifft es auch 13 Schulen in Stadt und Landkreis Göttingen. Bezüglich der vom Corona-Ausbruch betroffenen 13 Schulen im Raum Göttingen, sagt Schröder, dass die Vorsichtsmaßnahmen oder eine eventuelle Quarantäne auch für das Lehrpersonal gelten. In einer betroffenen Schule könne der Lehrbetrieb bei weiteren Fällen wieder deutlich eingeschränkt werden.

Aktuell sind in Niedersachsen 12.069 Personen mit dem Coronavirus infiziert (Stand 02.06.2020). Das sind 48 Personen mehr als am Vortag. Verstorben sind bisher 599 Personen im Zusammenhang mit Corona.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - War eine illegal geöffnete Shisha-Bar der Infektionsherd?

Update vom Dienstag, 02.06.2020, 11.47 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen mit bisher 68 bestätigten Infizierten ist laut einem NDR-bericht immer noch nicht klar, wo genau sich die Menschen infiziert haben. Fest steht laut dem Krisenstab der Stadt Göttingen nur, das sich mehrere junge Männer nach privaten Familienfeiern in einer illegal geöffneten Shisha-Bar getroffen haben - und dort auch gemeinsam eine Pfeife geraucht haben sollen. Die Stadt Göttingen hatte daraufhin alle sechs Shisha-Bars kontrolliert und eine identifiziert, die entgegen der aktuellen Corona-Regeln in Niedersachsen, geöffnet war. Die Bar wurde vom Ordnungsamt der Stadt Göttingen  geschlossen.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Testverweigerer? Mangelnde Kooperation bei den Betroffenen

Insgesamt sollen über 300 Kontaktpersonen getestet werden, allerdings erschwert die mangelnde Kooperation der Betroffenen die Aufklärungsarbeit der Stadt Göttingen. Von 90 Personen, die bereits am Sonntag getestet werden sollten seien nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen nur 15 zur Untersuchung erschienen. Wie der NDR berichtet, sei nach telefonischer Aufforderung die Resonanz am Pfingstmontag (01.06.2020) besser gewesen - dennoch seien immer noch nicht alle Kontaktpersonen zum Corona-Test erschienen. Diese sollen nun noch einmal schriftlich aufgefordert werden, bei Nichterscheinen droht dann ein Bußgeld.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - 13 Schulen sind betroffen 

Update vom Montag, 01.06.2020, 22.28 Uhr: Im Zusammenhang mit privaten Feiern mehrerer Großfamilien in Göttingen (Niedersachsen) sind mittlerweile 68 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden – 59 davon in der Stadt selbst. Das gab die Stadt Göttingen am späten Montagabend (01.06.2020) bekannt. Wie es weiter hieß, mache das „weitere Maßnahmen erforderlich“, die insbesondere 13 Schulen in Stadt und Landkreis Göttingen betrifft.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - 203 Kontaktpersonen identifiziert

Als Kontaktpersonen ersten Grades in Stadt und Landkreis Göttingen seien 203 Menschen identifiziert worden. Weitere Corona-Kontaktpersonen fallen laut Stadt unter anderem in die Zuständigkeit der Gesundheitsämter Salzgitter, Osnabrück, Eichsfeld Kreis und Märkischer Kreis.

Am Pfingstwochende wurden insgesamt 131 Personen in diesem Zusammenhang getestet. Menschen die – wie es in der Mitteilung der Stadt heißt – „das Testzentrum nicht selbständig aufsuchen konnten, wurden in Kooperation der Berufsfeuerwehr Göttingen mit der KVN zu Hause aufgesucht um den Test abzunehmen“. Noch nicht alle Tests des heutigen Montags seien ausgewertet. Zudem seien noch immer nicht alle Personen der Testaufforderung nachgekommen. Sie werden schriftlich unter Androhung eines Bußgelds erneut aufgefordert. Notfalls werde „die Maßnahme mit polizeilicher Unterstützung durchgesetzt“, hieß es vonseiten der Stadt.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Vorsichtsmaßnahmen an Schulen

Besondere Vorsichtsmaßnahmen inklusive des Tragens von Mund-Nasen-Schutz und eventueller Quarantäne-Verfügungen für Mitschüler und Lehrer von positiv auf Corona getesteten Jugendlichen gelten für folgende 13 Schulen:

  • NEUE IGS Göttingen
  • Regenbogenschule, Göttingen
  • Kooperative Gesamtschule Gieboldehausen
  • Grundschule im Drammetal, Rosdorf-Dramfeld
  • Berufsbildende Schulen Ritterplan, Göttingen
  • Egelsbergschule Göttingen,
  • Brüder-Grimm-Schule, Göttingen
  • Integrierte Gesamtschule, Bovenden
  • Schule am Hohen Hagen, Dransfeld
  • Wilhelm-Busch-Schule, Göttingen
  • Heinrich - Heine - Schule Göttingen
  • Heinrich-Grupe-Schule, Rosdorf
  • Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Göttingen

Corona in Göttingen: Festhalten an Lockerungen

Update vom Montag, 01.06.2020, 11 Uhr: Trotz des Corona-Massenausbruchs in Göttingen will die Landesregierung von Niedersachsen am Stufenplan zu den Corona-Lockerungen festhalten. Das teilte die stellvertretenden Regierungssprecherin Kathrin Riggert am Montag (01.06.2020) mit. "Das Geschehen ändert an unserem Stufenplan im Moment nichts", sagt sie.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Infektionen in illegal geöffneter Shisha-Bar?

Update vom Sonntag, 31.05.2020, 21.28 Uhr: Mittlerweile werden insgesamt etwa 310 Kontaktpersonen im Zusammenhang mit mehreren privaten Familienfeiern in der Region überprüft. Wie die Stadt Göttingen am Sonntagabend mitteilte, sind einige der Personen trotz Aufforderung des Gesundheitsamtes für Stadt und Landkreis nicht zur Testung auf Covid-19 erschienen.

Diesen Personen werde bereits am Montag eine „schriftliche Anordnung zur Vorstellung im Testzentrum zugestellt, die bußgeldbewährt ist“. Es handelt sich demnach um „Kontaktpersonenen ersten Grades“, die bereits Termine für Tests erhalten hatten. Im Zusammenhang mit diesem Ausbruchsgeschehen wurden bislang 36 Personen positiv auf das Virus getestet. Die Testergebnisse des heutigen Sonntags werden am Montag erwartet.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Über 140 Kontaktpersonen wohnen nicht in Göttingen

Von den 310 Kontaktpersonen sind 170 in Stadt und Landkreis Göttingen ansässig. Für die anderen 140 seien andere Gesundheimtsämter zuständig, so die Behörde in Göttingen. Sie kümmert sich aktuell insbesondere um die „vollständige Kontaktnachverfolgung“. Dafür seien über die Pfingsttage 30 Mitarbeitende des Gesundheitsamts im Einsatz.

„Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Kontaktnachverfolgungsteams, die in den letzten Tagen großartige Arbeit geleistet haben“, betont Petra Broistedt, Sozialdezernentin  Göttingen. Es sei immens wichtig, dass die kontaktierten Personen mit dem Gesundheitsamt kooperierten, die anberaumten Termine im Testzentrum zur Abstrichnahme wahrnehmen und sich streng an die Quarantäne-Anordnung halten. 

„Nur so können wir ein genaues Bild der Situation erlangen und wirkungsvoll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus vermeiden. Ich bedauere sehr, dass das Fehlverhalten Einzelner Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger hat, die sich vorbildlich an alle Empfehlungen und Weisungen gehalten haben“, so Broistedt.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Infektionen erfolgten vermutlich in einer Shisha-Bar

Wie die Stadt weiter mitteilte, lägen Hinweise vor, dass die Corona-Infektionen möglicherweise in einer Shisha Bar in Göttingen erfolgt sein könnten. Deshalb seien alle Shisha-Bars kontrolliert worden. Entgegen der Landesregelung sei eine geöffnet gewesen, die vom Ordnungsamt geschlossen wurde. Ein Bußgeldverfahren werde geprüft.

Um das Risiko zu minimieren, sind heute alle Shisha Bars kontrolliert worden. Eine von sechs Bars war – entgegen der Landesregelung – geöffnet und wurde durch Mitarbeitende des Fachbereichs Ordnung geschlossen. Ein Bußgeldverfahren wird geprüft.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Behörden suchen unter Hochdruck nach Kontaktpersonen

Update vom Sonntag, 31.05.2020, 15.38 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen arbeiten die Behörden mit Hochdruck daran, weitere Kontaktpersonen ausfindig zu machen, berichtet die dpa. 

Die Infektionen erfolgten bei oder nach mehreren größeren privaten Feiern. Nach Angaben der Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt hatten sich Familienverbände mit überregionalem Bezug aus weiten Teilen Niedersachsens und NRW offensichtlich am vergangenen Wochenende in Göttingen getroffen. Dabei sei das Distanzgebot nicht eingehalten worden, sodass es bereits am Dienstag zu ersten Infektionen gekommen sei, sagte Broistedt dem NDR. 

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - 75 Kontaktpersonen waren nicht zum test erschienen

Die Gesundheitsbehörden in Stadt und Landkreis Göttingen müssen ihren Angaben zufolge nun etwa 140 bis 200 Kontaktpersonen ersten Grades ausfindig machen. Wie die dpa berichtet hätten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes von Stadt und Landkreis Göttingen am Sonntagvormittag noch einmal knapp 75 Personen kontaktiert, die am Vortag trotz einer Aufforderung nicht zu einem Corona-Test erschienen waren. 

Mit Stand Samstagabend befanden sich 160 Menschen in Göttingen in Corona-Quarantäne, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Bislang sind 35 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine Person sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung. NDR-Informationen zufolge muss die Person künstlich beatmet werden. Alle andere seien bislang symptomfrei.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Zahl der Neuinfektionen steigt

Am Sonntag waren in Stadt und Landkreis Göttingen 105 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, fünf mehr als am Vortag. Angesichts der Neuinfektionen beobachte die Stadt das Verhältnis der Neuinfizierten zur Gesamtbevölkerung. Steigt es bezogen auf eine Woche auf mehr als 50 Personen pro 100.000 Einwohner, werde die Stadt weitere Schritte prüfen, kündigte Broistedt an. 

Der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (Die Grüne) aus Göttingen sagte, der Fall zeige, wie notwendig es sei, dass sich alle an die Corona-Regeln hielten. Alle müssten ihrer Eigenverantwortung gerecht werden, damit die Lockerungen funktionieren und es zu keiner zweiten Welle komme.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Lockerungen auf dem Prüfstand

Update vom Sonntag, 31.05.2020, 09.20 Uhr: Führen private Feierlichkeiten möglicherweise dazu, dass die Stadt Göttingen (Niedersachsen) zum neuen Corona-Hotspot wird und Lockerungen örtlich beschränkt zurücknimmt? Einen solchen Schritt schließt die Stadt nach einer Mitteilung vom späten Samstagabend zumindest nicht mehr aus. Insgesamt seien im Zusammenhang mit den privaten Feierlichkeiten mehrerer Großfamilien am vergangenen Wochenende bislang 35 Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden.

Wie es weiter hieß, sind mittlerweile 160 Quarantäne-Anordnungen vom Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen zugestellt worden - 57 davon an Kinder und Jugendliche. 15 Personen wurden am Samstag getestet, mehr als 100 weitere seien über Pfingsten zur Testung angemeldet. Von den 35 erkrankten Personen soll nur eine schwere Symptome haben und sich in stationärer Behandlung befinden.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Kein Anlass zur Verschärfung der Regeln

Aktuell sieht die Stadt noch keinen Anlass für eine Verschärfung der allgemeinen Abstands- und Quarantäneregeln. Allerdings müsse die Gesamtzahl der Neuinfizierten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung Göttingens beobachtet werden. "Steigt das Verhältnis bezogen auf eine Woche auf über 50 Personen pro 100.000 Einwohnenden, wird die Stadt weitere Schritte prüfen", stellte die Stadt klar. Der Krisenstab unter Leitung von Sozialdezernentin Petra Broistedt tage regelmäßig, "damit notwendige Maßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden können".

Broistedt mahnte weiterhin ein hohes Maß an Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme bei den Menschen an. "Das aktuelle Infektionsgeschehen in Göttingen und Umgebung zeigt, wie fragil die zuvor sehr entspannte Lage in Göttingen war und wie wichtig es ist, weiterhin vorsichtig und rücksichtsvoll zu handeln. Für die große Unterstützung in der Göttinger Bevölkerung möchte ich mich herzlich bedanken und bitte eindringlich darum, weiter durchzuhalten“, erklärte die Sozialdezernentin.

Corona in Göttingen: Nach Massenausbruch - Ansteckung auf privaten Feiern?

Update vom Samstag, 30.05.2020, 15.48 Uhr: Vor allem neue Fälle aus Göttingen lassen die Zahlen steigen: 100 Personen (Stand: Samstag, 30.05.2020), 17 mehr als am Vortag, sind aktuell in Stadt und Landkreis Göttingen am Corona-Virus erkrankt. Mit den jetzt bekanntgewordenen Corona-Verdachtsfällen, könnte die Zahl Anfang der Woche weiter steigen. Die über 100 Menschen, die sich vermutlich bei privaten Feiern infiziert haben, werden über das lange Pfingstwochenende getestet.

Aktuell sind (Stand: Samstag, 30.05.2020) in Stadt und Landkreis Göttingen insgesamt 878 Corona-Infizierte (plus 21) gemeldet; davon 200 (plus 16) in der Stadt Göttingen und, 678 (plus fünf) im weiteren Kreisgebiet. Das berichtet das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen.

Es gibt auch eine traurige Nachricht: Eine weitere Person ist an Covid-19 verstorben. Damit 75 Personen an den Folgen der Krankheit gestorben. Insgesamt seien laut Gesundheitsamt mittlerweile 703 Covid-19-Erkrankte wieder genesen.

Corona in Göttingen: Massenausbruch - Unter den Betroffenen sind auch 57 Kinder

Update vom Samstag, 30.05.202, um 11.45 Uhr:  Im Zusammenhang mit mehreren größeren privaten Feierlichkeiten ist es zu einem "Ausbruchsgeschehen COVID-19" gekommen, teilte die Stadt Göttingen am späten Freitagabend mit. Bei den Betroffenen handelt es sich überwiegend über Mitglieder mehrerer Großfamilien aus Göttingen und Umgebung. 

Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich. Unter den Kontaktpersonen sind auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen sind über das Corona-Ausbruchsgeschehen bereits informiert.

Laut Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt werden an diesem Wochenende alle Kapazitäten und jegliches verfügbares Personal genutzt, um sich einen Überblick über die Infektionslage zu verschaffen. Es wird im Corona-Testzentrum und der UMG umfangreich getestet. 

Die Behörden haben bereits mehr als 100 Quarantäneaufforderungen verhängt. Nun hoffe man auf die Kooperation der Menschen.

Corona in Göttingen: Massenausbruch - Sozialdezernentin bewertet die Lage als "ernst"

Die Sozialdezernentin von Göttingen bewertet die Lage vor dem Hintergrund von einer möglichen Kontaktpersonenzahl von mehreren hundert Menschen als durchaus ernst: Es ginge darum, eine große Zahl von Corona-Infektionen über Tests und das Nachvollziehen von Kontakkten zu verhindern. 

"Alle arbeiten unter Hochdruck. Die Kooperation mit der UMG ist hervorragend. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes werden wie schon zu Ostern komplett durcharbeiten", sagte Broistedt am Samstag.

Die Stadt Göttingen will am Samstagnachmittag über die Lage berichten, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler auf Anfrage. Er appellierte, sich weiter an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. 

Corona-Infektionen, die über Massentreffen weitergetragen und durch die Ignoranz von Vorschriften verursacht würden, seien unverantwortlich und vermeidbar.

Corona in Göttingen: Massenausbruch - Auch Kinder und Jugendliche könnten infiziert sein

Update am Freitag, 29.05.2020, um 23.25 Uhr: - Im Zusammenhang mit mehreren größeren privaten Feierlichkeiten ist es zu einem "Ausbruchsgeschehen COVID-19" gekommen, teilte die Stadt am späten Freitagabend mit. Bei den Betroffenen handelt es sich überwiegend über Mitglieder mehrerer Großfamilien aus Göttingen und Umgebung. Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich. Unter den Kontaktpersonen sind auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen sind bereits informiert.

Corona-Tests finden auch über Pfingsten statt. Das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis verfolgt unter Hochdruck die Infektionsketten - auch am langen Wochenende. Quaratäneverfügungen werden umgehend erstellt.

Corona in Göttingen: Massenausbruch - Einsatz am Freitag in den Nachmittagsstunden

Originalmeldung vom Freitag, 29.05.2020, 19.03 Uhr: Bereits am Freitagnachmittag war ein größerer Einsatz am Göttinger Iduna-Zentrum am Maschmühlenweg in Göttingen zu beobachten, als das Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit der Polizei eine wegen Corona unter Quarantäne-Auflagen stehende Person zu einem Gespräch mit einem Richter abholte.

Ein Krankenwagen, ein Auto des Ordnungsamtes und mehrere Polizeiwagen tauchten plötzlich im Maschmühlenweg in Göttingen auf. Etwa ein Dutzend Einsatzkräfte mit Masken, Schutzanzügen und Schutzschildern ausgestattet, machten sich auf den Weg, um die Zielperson in Empfang zu nehmen.

Das Ordnungsamt holte in Zusammenarbeit mit der Polizei eine unter Quarantäne-Auflagen stehende Person zu einem Gespräch mit einem Richter ab. Ein Krankenwagen, ein Auto des Ordnungsamtes und mehrere Polizeiwagen tauchten plötzlich im Maschmühlenweg auf.

Corona in Göttingen: Massenausbruch - Ein Dutzend Einsatzkräfte vor Ort

Etwa ein Dutzend Einsatzkräfte mit Masken, Schutzanzügen und Schutzschildern ausgestattet, machten sich auf den Weg, um die Zielperson in Empfang zu nehmen.

Der Betreffende habe mehrfach gegen die Corona-Quarantäne-Auflagen, die wegen der Corona-Krise in Deutschland derzeit gelten, verstoßen und sich in der Innenstadt in Göttingen aufgehalten, erklärte Oliver Friedrichs, Dienstabteilungsleiter der Polizeiwache an der Groner Landstraße, den Einsatz.

Corona in Göttingen: Massenausbruch - Mann soll "eingenordet" werden

Aufgrund der wiederholten Verstöße ordnete das Gesundheitsamt Göttingen weitere Maßnahmen an. In einem Gespräch mit einem Richter sollte die Person nun „eingenordet“ werden, wie Friedrichs sagte. 

Zuständig für die Abholung des Betreffenden war das Ordnungsamt, das von mehreren Polizisten unterstützt wurde. Die gesamte Aktion zog sich etwas in die Länge, da alle Einsatzkräfte zunächst ihre Schutzausrüstung zum Schutz vor einer Corona-Infektion anlegen mussten. Dann habe man gewartet, bis die Person aus dem Haus kam, so Friedrichs.

Der Krankenwagen musste deshalb für den Transport eingesetzt werden, weil die Menschen unter Quarantäne-Auflagen offiziell als Kranke gelten.

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Rubriklistenbild: © Bernd Schlegel

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