Durchsuchungen in mehreren Bundesländern

Panne der Polizei bei Razzia gegen rechte Gruppe "Aryan Circle Germany" in Niedersachsen

Am Dienstag hat die Polizei in Niedersachsen, Hessen und anderen Bundesländern eine Razzia gegen die rechte Gruppe "Aryan Circle Germany" durchgeführt: In einer Wohnung in Staufenberg im Landkreis Göttingen gab es dabei eine Panne.
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Am Dienstag hat die Polizei in Niedersachsen, Hessen und anderen Bundesländern eine Razzia gegen die rechte Gruppe "Aryan Circle Germany" durchgeführt: In einer Wohnung in Staufenberg im Landkreis Göttingen gab es dabei eine Panne.

Razzia bei mutmaßlichen Rechtsextremisten in Staufenberg im Landkreis Göttingen: Der Polizei unterläuft dabei eine Panne.

  • Razzia bei mutmaßlichen Rechtsextremen in Staufenberg (Landkreis Göttingen)
  • Polizei unterläuft dabei eine Panne
  • Vorfall wird polizeiintern geprüft

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Rechtsextremisten in Staufenberg im Landkreis Göttingen hat es eine Panne der Polizei gegeben. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurde ein Karton mit Beweismaterial vergessen. 

Razzia gegen Rechtsextremisten: Panne der Polizei Göttingen - Kiste mit Beweisen vergessen

Die Polizei Göttingen räumt den Vorfall am Freitag (06.03.3030) auf Anfrage ein: „Bei der Durchsuchung der Wohnung eines Mannes, der der rechtsextremen Szene zugeordnet wird, ist am vergangenen Dienstagmorgen in der Gemeinde Staufenberg ein Versehen passiert“, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Ein Karton mit sichergestellten Beweismitteln blieb nach Ende der Durchsuchung unbeabsichtigt in dessen Wohnung.

Razzia gegen Rechtsextremisten bei Göttingen: Polizeibeamte bemerkt Panne erst auf dem Revier

„Erst nach Rückkehr auf der Dienststelle bemerkten die Beamten ihren Fehler und kehrten sofort zum Durchsuchungsobjekt zurück. Im Rahmen weiterer Ermittlungen konnten die ursprünglich sichergestellten Asservate, darunter ein Handy und andere Datenträger, letztlich wieder in polizeilichen Besitz gebracht werden“, heißt es weiter. Das Verhalten der eingesetzten Beamten wird laut Polizei durch die Staatsanwaltschaft Göttingen und auch polizeiintern überprüft.

Razzia gegen Rechtsextremisten bei Göttingen: Zwölf Verdächtige im Alter zwischen 19 und 57 Jahren

Die Flensburger Staatsanwaltschaft führt die Ermittlungen in dem Fall. Einsatzkräfte hatten bei der Aktion in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg und Hessen Wohnungen durchsucht. 

Die zwölf Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 57 Jahren sollen sich im Juli 2019 mit weiteren Beteiligten in Bad Segeberg zur rechtsextremen Gruppierung „Aryan Circle Germany“* zusammengeschlossen haben.

Razzia gegen Rechtsextremisten: Der Gruppe "Aryan Circle Germany" werden zahlreiche Straftaten vorgeworfen

Die rechtsextreme Gruppe hatte den Angaben zufolge Körperverletzungen und Sachbeschädigungen sowie Straftaten nach dem Waffengesetz geplant. „Sämtliche Beschuldigte sind dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen“, teilte das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein mit. Derzeit lägen jedoch keine Erkenntnisse vor, dass Anschläge geplant gewesen seien, sagte die Sprecherin.

Bei den Durchsuchungen am Dienstag wurden Speichermedien in beträchtlicher Menge sichergestellt, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft berichtete. Außerdem wurden Betäubungsmittel und Gegenstände gefunden, die unter das Waffengesetz fallen.

Von Bernd Schlegel (mit dpa)

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