Ehemaliger Oberbürgermeister geehrt

Verdienstkreuz für Dr. Rainer Kallmann

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Anerkennung: Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (links) heftete seinem Vorgänger Dr. Rainer Kallmann das Verdienstkreuz am Bande ans Revers.

Göttingen. Dr. Rainer Kallmann ist seit Dienstag Träger des Bundesverdienstkreuzes. Für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit in der Kommunalpolitik bekam der ehemalige Göttinger Oberbürgermeister das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

„Dass sich so viele Menschen mit und für Rainer Kallmann freuen, hat mit den unverändert hohen Sympathiewerten zu tun, die er nach wie vor genießt“, betonte Kallmanns Amtsnachfolger Wolfgang Meyer, der dem ehemaligen Oberbürgermeister das Verdienstkreuz in einer Feierstunde ans Revers steckte.

Auch wenn der „Mann mit der Fliege“ nicht mehr in der ersten Reihe der Politik agiere, bleibe er ein hoch angesehener, geschätzter und beliebter Mitbürger, „dessen jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in unserer und für unsere Stadt die Menschen kennen und anerkennen“.

1974 wurde Kallmann erstmals in den Stadtrat gewählt. Seine 27-jährige Ratszugehörigkeit brachte ihm lange Amtszeiten als Fraktionsvorsitzender der SPD und von 1991 bis zum Jahr 2000 die als Oberbürgermeister der Stadt Göttingen. „Er hat der Politik ein Gesicht gegeben, das für Nachdenklichkeit, für gründliche Analyse und für das Abwägen von Alternativen stand und steht und das so ganz und gar nicht dem Bild des in Mode gekommenen Basta-Temperaments entspricht“, sagte Meyer.

Neben dem kommunalpolitischen Engagements Kallmanns lobte er auch dessen starke Bindung zum kulturellen Leben der Gänselieselstadt. Unter anderem ist der Jurist seit 13 Jahren Vorsitzender des Fördervereins des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO).

Kallmann selbst zeigte sich von der Ordensverleihung überwältigt. „Wow“ war das erste Wort, das dem 71-Jährigen unter dem Applaus der zahlreichen Gäste über die Lippen kam. Dies sei ein bedeutsames Ereignis für ihn, das er vielen Menschen verdanke, die mit ihm zusammen ehrenamtlich gearbeitet hätten. Den Orden nehme er stellvertretend für all diese Menschen entgegen. „Und ich verstehe die Auszeichnung auch als Aufforderung zu dauerhaftem Engagement“, versprach er, auch weiterhin dem Gemeinwohl zu dienen. (per)

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