Ergebnisse der Urwahlen

Göttinger Studenten stimmen für Kultur und gegen Bus-Semesterticket

Göttingen. Die Studenten der Uni Göttingen haben entschieden: Sie wollen Kultur. Das haben die Ergebnisse der Urwahlen am Freitag gezeigt. 53,3 Prozent der studentischen Wähler stimmten für den Fortbestand des Kulturtickets.

"Die Akzeptanz unter den Studenten ist im Laufe des letzten Semestern angestiegen und immer mehr nutzen das Angebot", berichtete Fabian Engel, stellvertretender Vorsitzender des Allgemeinen Studenten Ausschusses (Asta). Laut Engel gaben in den drei Wahltagen rund 9200 Studenten ihre Stimme ab. Das sei auch im bundesweiten Vergleich eine hohe Beteiligung.

Kommentar:

- Beim Busticket stimmt die Leistung nicht

Das Kulturticket wird im kommenden Semester um 95 Cent pro Kopf teurer, biete dafür aber auch mehr, erklärte Engel. Im Theater im OP zum Beispiel werden für Studenten künftig alle bis auf Premiere und die letzte Vorstellung kostenlos sein. Auch neu im Programm sind die Gandersheimer Domfestspiele. Für die Vorstellungen zahlen Studenten künftig nur die Hälfte, wenn sie einen Tag im Voraus reservieren. Die Beteiligung der Domfestspiele lobte Engel besonders, da sie von der Uni nicht bezahlt würden, sondern lediglich von dem Werbeeffekt profitieren wollen. "Generell ist die Begeisterung der Institute groß", sagte der stellvertretende Asta-Vorsitzende. Das Junge Theater zum Beispiel verzeichnete in den ersten sieben Wochen nach Einführung des Tickets 700 Besucher, die von der Kultur-satt-Karte Gebrauch machten. Das seien 350 Studenten mehr als im Vorjahr.

Neben dem Kulturticket stimmten die Studenten noch über Semestertickets für Bahn und Bus ab. Das altbekannte Semesterticket für die Bahn wurde mit über 80 Prozent angenommen.

Nicht ganz so begeistert waren die Studenten über den Vorschlag eines Bustickets. Es wurde mit nur 46 prozentiger Zustimmung abgelehnt. Bedauernd über die Ablehnung äußerste sich der Fahrgastverband Pro Bahn. Man habe die Pleite aber absehen können, "weil die Begrenzung auf den Stadtbusbereich für die Studierenden einfach nicht attraktiv genug ist", kritisierte der Regionalvorsitzende Gerd Aschoff.

Die Semestertickets basieren auf dem Solidaritätsprinzip, das heißt jeder Student muss den Mehrwert zahlen, egal ob er das Angebot nutzt oder nicht. Für einen kleinen Betrag können dann Kulturveranstaltungen und Bahn das ganze Semester über vergünstigt oder gar umsonst genutzt werden. (sjh)

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