Tier hatte sich nicht mehr bewegt

Tierrettung in Göttingen: Feuerwehr hilft Schwan vom Eis

Hilfe für einen Schwan auf dem Göttinger Kiessee: Ein Feuerwehrmann glitt am Zweiten Weihnachtsfeiertag in einem Eisrettungsanzug zu dem Vogel.
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Hilfe für einen Schwan auf dem Göttinger Kiessee: Ein Feuerwehrmann glitt am Zweiten Weihnachtsfeiertag in einem Eisrettungsanzug zu dem Vogel.

Zu einer Tierrettung wurde die Göttinger Berufsfeuerwehr am zweiten Weihnachtsfeiertag alarmiert. Ein Schwan sollte im Eis auf dem Kiessee festgefroren sein.

Göttingen – Die Göttinger Berufsfeuerwehr wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag zu einer Tierrettung an den Kiessee alarmiert. Passanten hatten gemeldet, dass ein Schwan im Eis festgefroren sei, und zwar zwischen der Insel und dem alten Steg an der Südseite des Sees.

Zunächst rückten zwei Einsatzkräfte mit einem Kleinalarmfahrzeug (KLAF) gegen 15.30 Uhr aus. In der Tat bewegte sich der Schwan seit längerer Zeit nicht mehr. Zur weiteren Unterstützung wurde ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF) nachalarmiert, weil darauf die entsprechende Ausrüstung vorhanden ist.

Feuerwehr Göttingen bei Tierrettung am Kiessee: Schwan war doch nicht festgefroren

Ein Feuerwehrmann glitt in einem Eisrettungsanzug mit einer Steckleiter zu dem etwa fünfzig Meter entfernten Tier. Inzwischen hatte die Aktion auch zahlreiche Schaulustige auf den Plan gerufen, die das Geschehen aufmerksam beobachteten. Als der Feuerwehrmann beim Schwan ankam, stellte sich heraus, dass das Tier doch nicht festgefroren war. Er war wenig beeindruckt, stand auf, watschelte davon und flog schließlich weg. Doch auch wenn die Feuerwehr in diesem Fall umsonst ausrückte, so hatte der Einsatz doch etwas Positives: „Wir konnten so gleich unsere Eisrettungs-Kenntnisse auffrischen“, sagte eine Einsatzkraft.

Tatsächlich haben Enten und Schwäne kalte Füße, doch gerade dies schützt sie im Winter davor, festzufrieren. Dabei sind die Füße gut durchblutet, allerdings mit relativ kaltem Blut, weshalb kaum Wärme verloren geht und auch das Eis unter den Füßen nicht wegschmilzt.

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„Wir brauchen die Enten und Schwäne im Winter also keineswegs wegen ihrer kalten Füße zu bedauern. Viel wichtiger aber ist die Erkenntnis, dass die Tiere auf dem Eis nicht festfrieren. Allerdings können bei lange anhaltendem Frost kranke oder verletzte, immobile Tiere im Eis einfrieren. Diese sind dann auf menschliche Hilfe angewiesen“, sagt Philip Foth, Pressesprecher des Naturschutzbundes Niedersachsen.  (Stefan Rampfel)

Auch die Bad Hersfelder Feuerwehr musste kürzlich zu einem tierischen Einsatz ausrücken. Eine Katze war in einen sehr tiefen Schacht gestürzt.

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