Jonas Funk und Tom Wendler

Göttinger Duo präsentiert erstes Album: Zu Besuch in Latin, Jazz und Groove

Zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit: Tom Wendler (links) und Jonas Funk haben eine neue Jazz-CD eingespielt.
+
Zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit: Tom Wendler (links) und Jonas Funk haben eine neue Jazz-CD eingespielt.

„Zu Besuch“ kommen Jonas Funk und Tom Wendler gern. Jetzt ist das trotz Corona möglich: Jazzfans können sich die Musik der beiden Nachwuchsmusiker per CD in ihre Wohnzimmer holen. Pianist Funk (20) und Posaunist Wendler (19) haben unter diesem Titel ihr erstes Album herausgegeben.

Göttingen – Auf dem Cover sieht man die beiden in ihrem Element. Tom Wendler steht Posaune spielend neben dem Flügel, dort sitzt Jonas Funk und greift in die Tasten. Die Musiker, die in verschiedenen Formationen der Göttinger Jazzszene unterwegs sind und in dem Quintett „Klinker Projekt“ schon beim Göttinger Jazzfestival zu hören waren, machen auch Musik zu zweit, im Duo „funk&wendler“.

Schon seit langem hatten sie die Idee, ihre Musik auf Tonträger zu konservieren. Im März, genau vor einem Jahr, haben sie das konkret in Angriff genommen. Weil es sich für sie als schwierig erwies, übereinstimmend Werke von anderen zu wählen, haben sie die Stücke schließlich selbst geschrieben und sind laut Wendler „zwischen Latin, Jazz und Groove bis hin zu freieren Klangfeldern gewandert“. „zu besuch“, „box“, „nachts“ und „läuft“ hat Jonas Funk für das Album kreiert. „pfusch“, „searching“, „luzia“ und „fauna“ sind aus Wendlers Feder erwachsen.

„Die Idee, ein Album herauszubringen, sei schon vor Corona dagewesen, erzählt Funk, der plant – wie Wendler – in Hamburg den Studiengang Jazz zu absolvieren. Die Pandemie sei schon förderlich gewesen, kann Wendler den Einschränkungen wegen Corona sogar etwas Gutes abgewinnen. Wenn sie sonst auch nicht viel unternehmen konnten – zu zweit proben durften sie immer.

Geprobt haben sie intensiv von März bis zu den zwei Aufnahmetagen im Juli beim Land’s End Studio in Hannover. An einem dritten Termin im September haben sie die Aufnahmen abgemischt. Zwei Songs, mit denen sie nicht zufrieden waren, haben sie noch einmal neu aufgenommen.

Die Entscheidung für das Tonstudio sei gefallen, weil der Vater von Jonas Funk, ebenfalls begeisterter Musiker, dort gute Erfahrungen gemacht habe.

Den Namen „Zu Besuch“ haben die beiden gewählt, weil der erste eigene Song eben diesen Titel trage, erklärt Wendler. Als zweiten Grund nennt er, dass sie im Album in verschieden Stile eingetaucht und dort sozusagen „zu Besuch“ gewesen seien. Wo sie beim nächsten Mal „einkehren“ werden, können die beiden noch nicht sagen. Doch sie verstehen die CD als „Momentaufnahme“ und können sich derzeit gut vorstellen, weitere Aufnahmen folgen zu lassen.

Interessierte können die neue CD für 15 Euro in den Göttinger Geschäften „TonKost“ und „Vinyl Reservat“ kaufen. Das Album kann auch online per E-Mail an funk.wendler@gmx.de geordert werden. (Ute Lawrenz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.