Fernweh auf Klappstühlen

Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag

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Das Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.

Göttingen. Was vor mehr als einem Jahrzehnt mit vereinzelten Gastvorträgen in den Wintermonaten begonnen hat, ist mittlerweile zur ausgewachsenen Institution für Weltentdecker und Fernweh-Geplagte geworden.

An diesem Wochenende haben sich wieder hunderte Reisbegeisterte zum Fernwehfestival im Zentralen Hörsaalgebäude der Göttinger Universität getroffen. In 14 Vorträgen und Workshops schilderten Reisejournalisten und Weltenbummler ihre Eindrücke und Erfahrungen aus Ländern wie Schweden, Argentinien und Indien.

Von seinen Abenteuern in Peru erzählte der Fotojournalist Heiko Beyer am Samstagnachmittag im großen Hörsaal. Er nahm die knapp 400 Zuhörer mit zu Claudia, die mit ihrer vierköpfigen Familie im Hochland der peruanischen Anden lebt. Die Fotos der Diavorführung zeigten die Familie, so arm, dass ein eigenes Toilettenhäuschen für sie ein Luxusgut ist, das sie mit Stolz erfüllt. Die Bilder, begleitet von Musik, illustrierten die Eindrücke einer Reise mit zahlreichen Facetten. „Es geht bei den Vorträgen um persönliche Erfahrungen und keine glatten Länderportraits“, sagte Veranstalter Kai Stietenroth. Vor dem Hörsaal erstreckte sich eine Landschaft aus blauen, roten, grünen Zelten und Trekking-Utensilien.

Verschiedene Aussteller hatten ihre Stände aufgebaut, um Information zu allen reiserelevanten Themen, anzubieten. „Bei Rucksäcken ist vor allem die Passform entscheidend“, verriet Wanja Berger vom Outdoor-Geschäft Bergwelt. „Der Rucksack muss in erster Linie passen und nicht schön aussehen“. Zwischen Stellwänden mit Aufnahmen von Berggipfeln und grünen Schluchten informierten sich die Studenten Lena Thiedinger und Menno Lübbers über Gesundheitsrisiken auf Reisen. Ein halbes Jahr lang, werden die beiden bald die Welt erkunden. Auf dem Festival holten sie sich noch ein bisschen Know-How und Inspiration.

Zum zehnten Geburtstag des Festivals haben sich die Veranstalter Kai Stietenroth und Matthias Hanke, zwei Kinder der Göttinger Universität, eine Neuerung überlegt: Die Erweiterung Fernwehfestival-Extra bot Abenteurern aus der Region erstmals die Möglichkeit, auch ohne professionellen Hintergrund ihre Reisegeschichten zu schildern. Ob die Tradition des Festivals auch im nächsten Jahr fortgesetzt wird: „Absolut“, versprach Stietenroth.

Von Sina Hühne

Fotos vom Fernwehfestival

Fernweh auf Klappstühlen

Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag.
Göttinger Fernwehfestival feiert zehnten Geburtstag. © Hühne

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