Göttinger ist Vize-Weltmeister der härtesten Feuerwehrmänner

Vize-Weltmeister der härtesten Feuerwehrleute: Der 39-jährige Alexander Meyer von der Göttinger Berufsfeuerwehr freut sich über den Erfolg. Foto: Schlegel

Göttingen. Alexander Meyer aus Göttingen ist Vize-Weltmeister der härtesten Feuerwehrmänner. Er sicherte sich den Titel bei den Meisterschaften in Hannover.

Normalerweise fährt Alexander Meyer mit dem Feuerwehrwagen, mit dem Rettungswagen oder sitzt der Göttinger Rettungsleitstelle. In seiner Freizeit trainiert der 39-Jährige für seinen Beruf als Feuerwehrmann.

„Für mich sind die Wettkämpfe für Feuerwehrleute Privatvergnügen, aber trotzdem hilfreich für den täglichen Dienst“, sagt der Göttinger, der seit 13 Jahren bei der Berufsfeuerwehr dabei ist. „Schließlich muss man bei einem Feuerwehreinsatz körperlich total fit sein.“

Siegerehrung in Hannover: Alexander Meyer (links) neben Weltmeister Lukas Novak und dem ebenfalls Zweitplatzierten Pavel Kubin. Foto: dpa

Meyer trainiert allerdings mehr als der übliche Feuerwehrmann. Sechsmal in der Woche absolviert er das Training – manchmal auch zweimal am Tag. Damit Meyer die notwendige Ausdauer bekommt, läuft er auch schon mal die 18 Stockwerke vom Keller bis zur Kantine unter dem Dach des Neuen Rathauses, natürlich in voller Montur mit Atemschutzgerät – zusammen 25 Kilogramm schwer. Außerdem kommen Trainingsstunden im Fitnessstudio hinzu. Weiterhin gibt es spezielles Wettkampftraining – zum Beispiel mit Feuerwehrschläuchen und einer 80 Kilogramm schweren Übungspuppe – auf dem Hof der Berufsfeuerwehr. „Dazu nutze ich die Bereitschaftszeiten im 24-Stunden-Dienst“, sagt der Feuerwehrmann aus Leidenschaft, der ursprünglich Elektroinstallateur gelernt hat.

Der eigentliche Wettkampf besteht aus vier Stationen. Unter anderem müssen schwere Schläuche gezogen und eine Übungspuppe getragen werden. Weiterhin muss ein Löscheinsatz im zweiten Stockwerk simuliert werden. Außerdem muss ein Turm möglichst schnell erklommen werden.

Mit einer Gesamtzeit von 6:10 Minuten belegte Meyer gemeinsam mit einem Starter aus Tschechien Platz zwei. Der Sieg ging an den Tschechen Lukas Novak (31), bei einer Zeit von 5:54 Minuten.

Außerdem war noch ein zweiter Berufsfeuerwehrmann aus Göttingen am Start. Der zweifache Weltmeister Joachim Posanz (42) landete diesmal mit 6:31 Minuten auf Platz sechs.

Freude bei den Kollegen

„Meine Kollegen freuen sich über den Erfolg für die Göttinger Berufsfeuerwehr“, sagt Meyer, der mit dem Erfolg nicht gerechnet hatte. Schließlich musste er nach einem Achillessehnenriss eine fast einjährige Wettkampfpause einlegen.

Lesen Sie auch:

- Göttinger hat Chancen auf Titel bei Wettbewerb um härtesten Feuerwehrmann der Welt

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.