Göttinger Forschern gelingt genaue Messung von Sonnen-Magnetfeldern

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Schaut hinauf zur Sonne: Gregor ist Europas größtes Sonnenteleskop und steht auf der Canareninsel Teneriffa.

Göttingen. Forschern des des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen ist es gelungen, in bisher unerreichter Genauigkeit die sogenannte ruhige oder „leise Seite“ der Sonne zu erforschen.

Das meint äußerst schwache Magnetfelder auf der Sonnenoberfläche, die bisher so gut wie gar nicht messen ließen. Dank Gregor, einem Sonnenteleskop, das seit 2012 im Teide-Observatorium auf Teneriffa in Betrieb ist, können nun neue Erkenntnisse über die Sonnenoberfläche gewonnen werden.

Prof. Dr. Sami K. Solanki, Geschäftsführender Direktor des MPS, erklärt, die „ruhige“ Sonne sei der Normalzustand des Sterns und fügt hinzu: „Nur wenn wir diesen Zustand genau kennen, können wir verstehen, wie die Magnetfelder der Sonne entstehen und wie die magnetische Energie in die darüber liegenden Schichten transportiert wird.“

Die bisher besten Messungen dieser schwachen Magnetfelder stammen vom japanischen Weltraumteleskop Hinode. Mit Gregor konnten die Forscher um Dr. Andreas Lagg vom MPS nun eine dreimal so hohe Empfindlichkeit erreichen.

„Anders als Hinode untersucht Gregor unter anderem das infrarote Licht, das die Sonne abstrahlt“, erklärt Lagg. Die größere Wellenlänge sorgt für eine höhere Empfindlichkeit der Messungen.

Gregor ist Europas größtes Sonnenteleskop und zählt zu den leistungsfähigsten der Welt. Vor vier Jahren wurde Gregor offiziell eingeweiht. 2014 begannen die ersten wissenschaftlichen Messkampangen. (mad) Weitere Informationen: www.mps.mpg.de

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