Göttinger Händel-Festspiele locken mit Reformations-Schwerpunkt

Macher und Förderer der Göttinger Händel-Festspiele: Sie stellten am Freitag das Programm der Musiktage vor. Foto: Schlegel

Göttingen. Die Internationalen Göttinger Händel-Festspiele lassen sich in diesem Jahr vom 500. Reformationsjubiläum inspirieren. Unter dem Motto „Glaube und Zweifel“ präsentiert das Festival vom 11. bis 28. Mai etwa 100 Veranstaltungen.

Mehr als 30 davon seien Konzerte und Opernvorstellungen, sagten der Künstlerische Leiter Laurence Cummings und der Geschäftsführende Intendant Tobias Wolff am Freitag bei der Vorstellung des Programms.

Oratorien

Darin spielt die sakrale Musik mit der „Brockes-Passion“, den Oratorien „Israel in Egypt“ und „Luther in Worms“ sowie dem Konzert des Ensembles „Concerto Romano“ mit katholischer Kirchenmusik von Händel und seinen italienischen Zeitgenossen eine besondere Rolle. Gleichzeitig wollen die Festspiele mit drei Musiktheater-Produktionen ihr Profil als Niedersachsens einziges Opernfestival stärken.

Im Mittelpunkt steht dabei Händels Oper „Lotario“ in der Regie des in Caracas (Venezuela) geborenen Regisseurs Carlos Wagner. Eine Aufzeichnung der Premiere am 19. Mai im Deutschen Theater Göttingen soll vier Tage später bei freiem Eintritt auch als Public Viewing in der Lokhalle zu sehen sein.

Beim Jugendopernprojekt „Beyond Doubt: Lotario“ setzen sich jugendliche Flüchtlinge sowie Schülerinnen und Schüler aus Göttingen mit der Festspieloper auseinander.

Händel-Festspiele gibt es in der Universitätsstadt Göttingen seit 1920: Sie gelten damit als das weltweit älteste Barock-Festival. Der Gesamtetat liegt dieses Jahr bei etwa zwei Millionen Euro. Erst im November hatte der Bund seine finanzielle Unterstützung für die Händel-Festspiele in Göttingen und Halle aufgestockt. Beide Festivals erhalten 2017 jeweils 190 000 Euro und damit 40 000 Euro mehr als im Vorjahr. (epd/bsc)

www.haendel-festspiele.de

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