24-Jähriger benutzte gefälschte Dokumente

Göttinger Polizei schnappte mutmaßlichen Konto-Betrüger

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Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Kontobetrüger: Diese Beweisstücke stellten die Beamten in der Wohnung des 24-jährigen Göttingers sicher. 

Göttingen. Nach monatelangen Ermittlungen sind Göttinger Computerermittler einem 24-jährigen Internet-Gauner auf die Spur gekommen. 

Ein 24-jähriger Göttinger ist nach derzeitigen Ermittlungen dringend verdächtig, für eine Serie von betrügerischen Kontoeröffnungen verantwortlich zu sein. Der Mann wurde am Mittwoch vergangener Woche vor seiner Wohnung von Polizeifahndern festgenommen, wie die Beamten am Montag berichteten. Der Polizeiaktion waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen.

Professionelles Vorgehen

Bei seinen Taten ging der mutmaßliche Betrüger nach Einschätzung der Polizei durchaus professionell vor. Mit gefälschten österreichischen und italienischen Ausweisdokumenten suchte er diverse Göttinger Kreditinstitute auf und eröffnete mit den jeweiligen Alias-Namen Girokonten.

Auf den so eröffneten Konten sammelte der Beschuldigte anschließend Geld, das vermutlich aus weiteren Straftaten stammte. Nach bisherigem Kenntnisstand finanzierte der 24-Jährige damit seinen Lebensunterhalt. Dazu hackte er beispielsweise Konten des Internet-Auktionshauses Ebay und wickelte darüber Verkäufe ab. Seine illegalen Einkünfte hob er später bei Bedarf einfach am Geldautomaten ab.

Die Fahnder werfen dem Mann laut Mitteilung folgende Straftaten vor: Ausspähen von Daten, Datenveränderung, Urkundenfälschung, Fälschung beweiserheblicher Daten, Betrug sowie Computerbetrug. Die Cybercrime-Ermittler (Deutsch: Internet-Kriminalität) gehen davon aus, dass es eine hohe Zahl an Geschädigten gibt. Allein die bislang bekannte Schadenssumme beläuft sich auf mindestens 15.000 Euro. Unterdessen erließ das Amtsgericht Göttingen Haftbefehl wegen gewerbsmäßigen Betrugs gegen den Mann. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Haftbefehl

Außerdem wurde eine Durchsuchung der Wohnung des 24-Jährigen angeordnet. Dabei fanden die Ermittler gefälschte österreichische und italienische Ausweise, 1600 Euro Bargeld sowie eine Vielzahl digitaler Speichermedien. Die Auswertung der Laptops, Smartphones, Speicherkarten und USB-Sticks dauert nach Angaben der Göttinger Polizei derzeit an.

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