Göttinger Protest gegen Massenmord in Syrien

Einer der Redner, die sich in der Fußgängerzone am Nabel gegen den Krieg in Syrien wandten: Lino Klevesath von den Göttinger Grünen (am Mikrofon). Foto: per

Göttingen. Mit einer Protestkundgebung haben verschiedene Göttinger Gruppierungen am Samstag in der Fußgängerzone gegen den Krieg in Syrien demonstriert.

Aufgerufen zu der Kundgebung hatten die Grünen in Stadt und Landkreis Göttingen sowie das Göttinger Bündnis gegen Krieg. „Der Massenmord in Aleppo muss gestoppt werden“, sagt Marie Kollenrott vom Kreisvorstand der Grünen. Man verurteile aufs Schärfste die Verbrechen, die an Zivilisten in Syrien verübt werden.

„Die Bombardierung von Krankenhäusern, Angriffe auf Hilfstransporte und deren Blockade und damit verbunden die Tatsache, dass noch immer Hunderttausende in belagerten Orten von nahezu jeglicher humanitären Hilfe abgeschnitten werden, sind Kriegsverbrechen und müssen auch so benannt werden.“

Die Grünen fordern insbesondere, dass die Zivilisten, die jetzt zur Flucht aus Ost-Aleppo gezwungen werden, freies Geleit durch die vom Assad-Regime kontrollierten Gebiete erhalten. „Es ist unfassbar, dass auf wehrlose fliehende Menschen auch noch geschossen wird“, so Kollenrott.

„Jetzt müssen wir den Druck auf das Assad-Regime und Russland erhöhen“, forderte Grünen-Mitglied Lino Klevesath. Die Bundesregierung müsse sich zusammen mit den anderen EU-Staaten für eine Aussetzung der diplomatischen Beziehungen mit dem syrischen Regime und eine Schließung der syrischen Botschaften sowie den Abzug des diplomatischen Personals einsetzen. „Da das Regime zurzeit offensichtlich kein Interesse an Verhandlungen hat, sollten wir uns auch in der EU auf Maßnahmen einigen, die den nötigen Druck auf Russland ausüben, dass man sch dort nicht weiter an Verbrechen gegen syrische Zivilisten beteiligt“, so Klevesath. (per)

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