Göttinger Pumpen weiter in Aktion

Einsatz in Riesa: Mit riesigen Pumpen wird das Wasser in die Elbe zurückbefördert.
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Einsatz in Riesa: Mit riesigen Pumpen wird das Wasser in die Elbe zurückbefördert.

Göttingen/Riesa. Noch immer sind die Helfer der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des Ortsverbandes Göttingen des Technischen Hilfswerks (THW) in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Sachsen im Einsatz.

Zwar sinken die Pegelstände und in vielen Regionen ist der Katastrophenalarm aufgehoben, aber es wird immer noch die Hilfe der Pumpenspezialisten aus Göttingen benötigt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Einsätze in Sachsen sind nicht mehr so spektakulär wie zu Beginn der Flut. Inzwischen ist vor allem die Unterstützung bei den Aufräumarbeiten in den betroffenen Regionen gefragt. Viele tiefer gelegene Flächen und Bereiche stehen immer noch unter Wasser, teilweise drei bis vier Meter hoch. Die Abflüsse sind zum Teil verstopft oder können die Wassermassen nicht fassen und abtransportieren.

Genau in diesen Fällen kommen die Pumpen des THW aus Göttingen und von Ortsverbänden zum Einsatz. Eine Pumpe kann bis zu 15 000 Liter Wasser pro Minute in die Elbe zurückbefördern. Die Arbeiten laufen dabei rund um die Uhr. Die Helfer lösen sich in Acht-Stunden-Schichten ab.

Ihre Unterkünfte haben die Helfer in Turnhallen und Schulen. Teilweise muss auch dort mit Unterstützung von Fachgruppen Elektroversorgung eine Infrastruktur für die Stromversorgung aufgebaut werden. Größte Sorgfalt ist laut einer Mitteilung wegen möglicher Keime beim Kontakt mit dem seit Tagen stehenden und verunreinigten Wasser geboten.

Zurzeit sind die Göttinger THW-Helfer in Riesa-Zeithain im Einsatz. Eine Fläche von etwa 13 Hektar steht teilweise mehr als zwei Meter unter Wasser. Am Sonntag wurden erneut acht Helfer abgelöst. Das Ende des Einsatzes ist noch nicht absehbar. Weitere Ablösungen sind daher nicht ausgeschlossen. Der aktuelle Einsatz der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen ist der längste seit Bestehen des Ortsverbandes Göttingen.

Die Fachgruppe Logistik/Versorgung aus Gieboldehausen ist weiterhin im Bereich Lüchow-Dannenberg im Einsatz und versorgt dort rund um die Uhr über 400 Einsatzkräfte. (bsc)

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