Fragen und Antworten zum Angebot

Semesterticket: Studis können bis nach Hamburg und Hessen fahren

+
Von der Nordsee bis ins Hessische Bergland: Nils Quentl vom AStA zeigt auf dem Beiblatt zum Semesterticket, bis wohin die Göttinger Studierenden mit ihrem Ticket fahren können.

Göttingen. Mit dem Studierendenausweis erhalten die Erstsemester an der Universität Göttingen auch ein Semesterticket für Bus und Bahn.

Nils Quentl vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) beantwortet dazu die wichtigsten Fragen.

Was ist eigentlich das Semesterticket?

Das Semesterticket berechtigt die Studierenden, die Stadtbusse in Göttingen (inklusive Rosdorf und Bovenden) und viele Zugverbindungen in ganz Niedersachsen, aber auch einige in Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bremen zu nutzen. Die Kosten werden jedes Jahr neu verhandelt und sind im Semesterbeitrag enthalten.

Wer verhandelt über das Semesterticket?

Nils Quentl ist Sachbearbeiter für den AStA und zum zweiten Mal Beauftragter für das Semesterticket. Jeden Monat investiert er neben dem Studium etwa 40 Stunden in seine Arbeit. Bei den Verhandlungen um die Verbindungen und Preise mit den einzelnen Bahnunternehmen muss er die richtige Balance finden. Die Verträge für die nächsten zwei Semester schließen dann spätestens im Sommer die AStA-Vorsitzende Silke Hansmann und das Finanzreferat des AStA.

Was kostet das Semesterticket?

Aktuell kostet das Ticket etwa 150 Euro pro Semester. Darin sind die Kosten für Bus und Bahn enthalten.

Wie entstehen diese hohen Kosten?

Mit dem Göttinger Semesterticket kann man besonders weit fahren. Laut Umfragen nutzen die Studierenden die Leistungen des Tickets ausgiebig. In den vergangenen Jahren sind die Kosten vor allem durch die Aufnahme neuer Strecken und Tarifsteigerungen der Bahnunternehmen gestiegen. Die größten Beiträge entfallen auf die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) (etwa 35 Euro), die Deutsche Bahn und den Metronom, jeweils etwa 37 Euro.

Wie können die Studierenden mitbestimmen?

Über das Semesterticket findet einmal jährlich bei den Uniwahlen im Januar eine Urabstimmung statt, bei der über das Bus- und Bahnsemesterticket getrennt abgestimmt wird. Die Zustimmung ist bislang immer groß. Außerdem bestimmen die Studierenden bei der Wahl, wer im nächsten AStA sitzt und somit die Verhandlungen über das Semesterticket führen wird. Mit Anregungen und Ideen können sich Studierende jederzeit an den AStA wenden.

Muss ich auch zahlen, wenn ich das Ticket nicht nutze?

Ja. Das Semesterticket ist ein Solidarticket, das von allen Studierenden gemeinsam finanziert wird. Das erleichtert die Organisation erheblich. Teilrückerstattungen sind allerdings für Härtefälle möglich.

Welche Pläne gibt es für das Semesterticket?

„Schrumpfen wird das Ticket nicht mehr“, sagt Quentl. In den kommenden Jahren werde wohl in erster Linie ein Ausbau der Südanbindung erfolgen. Die Kosten werden dadurch möglicherweise weiter steigen, jedoch gibt es eine Schmerzgrenze, wie Quentl betont. Möglicherweise erübrigen sich die jährlichen Verhandlungen ab 2018: Es gibt Überlegungen, ein einheitliches Semesterticket für alle Universitäten in Niedersachsen einzuführen.

Wo kann ich mich weitergehend informieren?

Erstsemester erhalten zum Studienbeginn ein Beiblatt zum Semesterticket, das sie mitführen müssen. Mit Fragen können sich Studierende beim AStA, Goßlerstraße 16, oder im Internet informieren. Dort werden auch oft gestellte Fragen beantwortet, und das Beiblatt ist online abrufbar.

Infos zum Bahn-Semesterticket gibt es hier.

Alle Details zum Bus-Semesterticket kann man hier nachlesen.

Von Tammo Kohlwes

Zum Vergleich

Den Geltungsbereich des Semestertickets der Uni Kassel gibt es hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.