Göttinger Straßensozialarbeit: Hilfe bei Obdachlosigkeit

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Froh über neue Räume: Diakonieverbands-Geschäftsführer Jörg Mannigel (links) und Pastor Thomas Harms bei der Einweihung der neuen Straßensozialarbeits-Räumlichkeiten in der Tilsiter Straße.

Göttingen. Die Straßensozialarbeit (Straso) Göttingen des Diakonieverbandes hat ein neues Zuhause. Jetzt wurden die neuen Räumlichkeiten an der Tilsiter Straße 2a eingeweiht.

„Wir freuen uns sehr, hier in dieser schönen Umgebung eine neue Bleibe gefunden zu haben“, betonten Pastor Thomas Harms und Diakonieverbands-Geschäftsführer Jörg Mannigel. Der Umzug sei nötig gewesen, weil am Standort am Rosdorfer Weg der Mietvertrag nicht verlängert worden sei. „Außerdem wollten wir uns mit der Straßensozialarbeit ohnehin inhaltlich neu aufstellen.“ Dies sei in den neu sanierten, 250 Quadratmeter großen Räumen bestens möglich.

Die 1983 gegründete Straso kümmert sich um Menschen, die obdachlos sind oder die von Obdachlosigkeit bedroht sind. „Unser Ziel ist es, die Lebenslage solcher Menschen zu verbessern“, sagt Jörg Mannigel. Dafür halte die Einrichtung viele Hilfsangebote bereit, die auch spontan genutzt werden könnten. „Außerdem begleiten und beraten wir hilfsbedürftige Menschen und zeigen Wege auf, um ihnen ein eigenständiges Leben zu ermöglichen.“

Die Straso schaffe Nischen, „in denen Menschen die Chance erhalten, aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft teilzunehmen, sich auszuprobieren und auch für andere sinnvolle Aufgaben zu übernehmen“.

Konkret besteht das Hilfsangebot der Straso aus einer Teestube, in der Obdachlose zwischen 9 Uhr und 13 Uhr verweilen, gegen einen geringen Unkostenbeitrag frühstücken und zu Mittag essen, Zeitung lesen, Radio hören oder sich mit einem der vier hauptamtlichen Sozialarbeiter unterhalten können.

Angeboten wird auch eine medizinische Notfallversorgung, die Möglichkeit zur Körperpflege und zum Wäschewaschen, zum Einrichten einer Postadresse, Unterstützung beim Umgang mit Behörden, individuelle Beratung sowie Hilfe bei Wohnungssuche und Wohnungserhalt.

„Aktuell haben wir allein in Göttingen 12 000 Kontakte“, sagt Jörg Mannigel. Tatsächlich in Anspruch nähmen das Angebot in den Straso-Räumlichkeiten täglich „nur“ zwischen 50 und 100 Frauen und Männer. „Aber dann haben wir ja auch noch unsere Streetworker, die zu den Menschen Kontakt aufnehmen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben sowie unsere ambulante Betreuung für diejenigen, die ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen können.“ (per)

Infos: www.diakonieverband-goettingen.de

Spendenkonto: Kirchenkreisamt Göttingen-Münden, Sparkasse Göttingen, BIC: NOLADE21GOE, IBAN: DE77 2605 0001 0000 0008 28, „Straßensozialarbeit“.

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