Demonstration für besseres Teilhabegesetz

Göttinger Werkstätten: Mitarbeiter forderten mehr Rechte für Behinderte

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Mit dabei: Demo am Montag vor dem Brandenburger Tor in Berlin – auch viele Mitarbeiter der Göttinger Werkstätten demonstrieren für eine vollständige Inklusion und ein verbessertes Teilhabegesetz. Von links Uwe Kolle, Werkstätten-Geschäftsführer Holger Gerken, Wolfgang Peter (Behindertenbeauftragter Landkreis Göttingen), Kirsten Laser, Bettina Loeper und Volker Hehl.

Göttingen/Berlin. Die Lebenshilfe hatte gerufen, und mehr als 7000 nicht nur behinderte Menschen kamen, um gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und für mehr Teilhabe zu demonstrieren.

Auch 85 Mitarbeiter der Göttinger Werkstätten samt Geschäftsführer Holger Gerken waren am Montag in Berlin dabei.Sie hatten sich per Zug auf den Weg in die Bundeshauptstadt und zum Demonstrationsort vor dem Brandenburger Tor gemacht, wie Klaus Baethge berichtet. Holger Gerken freute sich über den erfolgreichen Verlauf der Aktion und die unerwartet starke Teilnehmerzahl aus Göttingen.

„Diese 151.698 Unterschriften sind ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung - und für mehr Teilhabe“, sagte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Die Unterschriften übergab sie an die Bundestagsabgeordneten sowie Ausschussvorsitzenden Kerstin Griese und Dr. Edgar Franke.

Demonstriert wurde für für ein besseres Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz 3. Die vorliegenden Gesetzentwürfe sind aus Sicht der Lebenshilfe inakzeptabel, Änderungen unbedingt notwendig. Mehr als 150.000 Menschen haben ihre Unterschrift gegeben, damit „nicht ein bisschen Teilhabe, sondern Teilhabe voll und ganz“ umgesetzt wird, wie Barbara Stamm, Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern forderte.

„Mit dem Bundesteilhabegesetz werden entscheidende Weichen für die Zukunft von Menschen mit Behinderung gestellt. Deshalb sind wir dem Aufruf der Bundesvereinigung der Lebenshilfe nach Berlin gefolgt“

Ramona Günther, Mitglied im Rat behinderter Menschen, unterstrich die Bedeutung von Selbstbestimmung und individueller Lebensführung für Menschen mit Behinderung.

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