Greenpeace startet durch: Göttinger Gruppe plant zahlreiche Aktionen

Greenpeace macht mit Aktionen immer wieder auf sich aufmerksam: Mitglieder der Umweltschutz-Organisation protestierten Ende Juli gegen den geplanten Bau eines umstrittenen Kohlekraftwerks bei Stade. Foto: Holger Becker/Greenpeace Hamburg/dpa

Göttingen. Greenepeace ist in Göttingen mit einer eigenen Gruppe vertreten. In den kommenden Monaten will sich die Umweltschutz-Organisation verstärkt an die Öffentlichkeit wenden.

Mit einer Fahrrdemonstration, an der alle Interessierten teilnehmen können, soll am Samstag, 4. Oktober, für die Bewahrung der Hocharktis am Nordpol geworben werden. Greenpeace fordert internationale Verträge zum Schutz der Region ganz im Norden. Der genaue Ablauf des Aktionstages mit dem Titel „Arctic Ride“ steht noch nicht fest.

Außerdem will sich Greenpeace in Göttingen für die Energiewende von unten einsetzen, berichtet Pressesprecher Christian Fischer. Mit eigenen Vorschlägen will sich die Gruppe in den Masterplan 100 Prozent Klimaschutz in Göttingen einbringen. Insbesondere soll aufgezeigt werden, wo sich Strom aus Sonne und Wind in der Universitätsstadt erzeugen lässt.

Ein weiteres Anliegen ist das Thema Artenvielfalt (Biodiversität) in den Wäldern. Im Göttinger Stadtwald ist dieses Thema aus Sicht von Greenpeace schon gut umgesetzt. Nun soll auch der Niedersächsische Staatsforst einbezogen werden werden, so das Ziel von Greenpeace.

Weiterhin will Greenpeace einen Einkaufsratgeber für Papier herausgeben. Ziel ist es, dass mehr Recycling-Papier in allen Bereichen zum Einsatz kommt.

Regelmäßige Treffen

Rund 60 Mitglieder hat Greenpeace in Göttingen, davon beteiligen sind etwa 30 an Aktionen. In Deutschland gibt es etwa 100 solcher regionaler Gruppen. Die Treffen der Göttinger Gruppe beginnen jeden Donnerstag um 20 Uhr im ersten Obergeschoss des Umwelt- und Naturschutzzentrums, Geiststraße 2. Interessierte sind zu den Treffen immer willkommen. Weiterhin gibt es vier „Green-Teams“ für Schüler bis 14 Jahre, eine Jugendaktionsgruppe (JAG) für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren mit einem halben Dutzend Mitgliedern sowie das „Team 50+“. Weitere Informationen zu den Göttinger Greenpeace-Aktivitäten gibt es im Internet. (bsc)

Kontakt: Greenpeace Göttingen, Geiststraße 2, 37073 Göttingen, E-Mail: info@goettingen.greenpeace.de http://gruppen.greenpeace.de/goettingen

Greenpeace: Umweltschutz-Organisation gibt es seit 1971

Greenpeace ist eine 1971 von Friedensaktivisten im kanadischen Vancouver gegründete transnationale politische Non-Profit-Organisation, die den Umweltschutz zum Thema hat.

Sie wurde laut Online-Lexikon Wikipedia vor allem durch Kampagnen gegen Kernwaffentests und Aktionen gegen den Walfang bekannt. Später konzentrierte sich die Organisation darüber hinaus auf weitere Themen wie Überfischung, die globale Erwärmung, die Zerstörung von Urwäldern und die Gentechnik. Greenpeace hatte weltweit nach eigenen Angaben im Jahr 2012 rund drei Millionen Fördermitglieder und beschäftigte rund 2400 Mitarbeiter. Es gibt über 40 Greenpeace-Büros weltweit.

Greenpeace Deutschland hatte im Jahr 2012 mehr als 580.000 Fördermitglieder. Die Zentrale ist in Hamburg zu finden. (bsc)

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