Großfahndung nach Bankraub im Südharz - mehrere tausend Euro Beute

Wieda. Ein bewaffneter Bankräuber hat am Freitagmorgen bei einem Überfall auf eine Volksbank-Filiale in Wieda (Landkreis Osterode) mehrere tausend Euro erbeutet. Die Filiale war bereits 2005 von der berüchtigten Schlapphutbande überfallen worden.

Nach Angaben der Polizei hatte der mit einer Kapuze und einem dunklen Schal maskierte Täter die Bankfiliale gegen 9.45 Uhr betreten und sofort seine Schusswaffe auf einen 29-jährigen Bankkunden gerichtet.

Er forderte die drei Bankangestellten, die hinter dem Tresen standen, zur Herausgabe des Bargeldes auf.

Die Mitarbeiter verstauten daraufhin mehrere tausend Euro in einer Plastiktüte. Der Bankräuber nahm die Tüte an sich und flüchtete zu Fuß. Eine sofort eingeleitete Großfahndung der Polizei verlief zunächst ohne Ergebnis.

Nach Angaben der Zeugen ist der Täter 20 bis 35 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und hat einen auffällig wippenden oder federnden Gang und Laufstil.

Die Volksbank-Filiale in Wieda war im August 2005 schon einmal Schauplatz eines Banküberfalls gewesen. Damals hatte ein maskierter und mit einer Pistole bewaffneter Mann etwa 15.000 Euro erbeutet und war anscheinend mit einem im Fluchtwagen wartenden Komplizen geflüchtet.

Einige Stunden später schossen die beiden schwer bewaffneten Bankräuber, die der Schlapphutbande angehörten, auf der Flucht vor der Polizei in der Göttinger Innenstadt einen Hotelgast nieder.

Das Landgericht Göttingen verurteilte später die beiden aus Polen stammenden Männer zu Haftstrafen von 13 beziehungsweise zwölfeinhalb Jahren.

Insgesamt hatte die Schlapphutbande über 50 Banküberfälle verübt und rund 3,6 Millionen Euro erbeutet. (pid)

Rubriklistenbild: © dpa

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